Türkei: Zweidrittel der Bürger in Drogen-Hochburg leben von Sozialhilfe

In der südosttürkischen Stadt Batman leben nach Informationen des türkischen Sozialfonds 75 Prozent der Einwohner von Sozialhilfe. Die Betroffenen erhalten nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Sachhilfen. Zudem werden derzeit 200 Personen täglich mit warmen Speisen beliefert. Batman ist gleichzeitig eines der wichtigsten Drogen- und Schmugler-Zentren der Türkei.

Immer wieder werden im Südosten der Türkei größere Drogenmengen beschlagnahmt. (Foto:smokershighlife/flickr)

Immer wieder werden im Südosten der Türkei größere Drogenmengen beschlagnahmt. (Foto:smokershighlife/flickr)

Die südosttürkische Stadt Batman hat eine Einwohnerzahl von 557.000 Personen. Davon leben nach Informationen des regionalen Sozialfonds von Batman (SYDV Batman) 420.000 von Sozialhilfe. Die Zeitung Türkiye zitiert den SYDV-Chef Azmi Çelik:

In Batman sind insgesamt 420.000 Personen beim Sozialfonds registriert. Diese erhalten sowohl finanzielle als auch Sachhilfen und werden versichert. Behinderte, Rentner, Waisen oder Witwen werden ebenfalls über den Fonds versorgt. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger in Batman beträgt 75 Prozent an der städtischen Gesamtbevölkerung.

Çelik fügt hinzu, dass der Fonds aktuell ein Projekt durchführe, wonach etwa 200 Personen in ihren Wohnungen über ein Jahr hinweg mit warmen Speisen versorgt werden sollen. „Unser Personal wurde auch damit beauftragt, sich um die Wäsche und die Wohnungsreinigung der betroffenen Personen zu kümmern“, so der Gouverneur.

Obwohl die Armut in Batman nach offiziellen Statistiken offenbar ein Problem ist, gilt die Stadt auch als eines der wichtigsten Drogenproduktions- und Schmuggler-Zentren der Türkei.

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