Podolski verteidigt Wechsel zu Galatasaray

Gegenüber der Sport Bild erklärt Galatasaray-Neuzugang Lukas Podolski, warum er sich für ein Engagement in der Türkei entschieden hat - und verteidigt zugleich seinen Wechsel zum türkischen Rekordmeister.

Galatasaray-Neuzugang Lukas Podolski ist im Trainingscamp des türkischen Rekordmeisters angekommen. Der 30-Jährige zeigte sich dabei wie immer gut gelaunt und absolvierte bereits die ersten Trainingseinheiten mit dem Team. Mit seinem Wechsel zum türkischen Spitzenklub will der amtierende Weltmeister nochmals angreifen und sich allen voran für Bundestrainer Joachim Löw empfehlen, der von seinem Schützling zuletzt konstante Einsatzzeiten gefordert hatte.

„Transfer in die Türkei der richtige Schritt!“

„Nach guten und offenen Gesprächen mit Arsene Wenger bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass ein Wechsel der richtige Schritt ist. Galatasaray hat sich seit fünf Jahren intensiv um mich bemüht. Am Ende hat einfach das Gesamtpaket gepasst“, erklärte Podolski unter der Woche der Sport Bild und erläuterte so die Beweggründe für seinen Wechsel an den Bosporus. Die Kritik aus Deutschland, nicht bei einem internationalen Topklub angeheuert zu haben, lässt den 30-Jährigen kalt – auch wenn er weiß, dass die Qualitätsunterschiede zwischen England und der Türkei sehr hoch sind. „Ich weiß, dass die Liga nicht das Niveau einer Premier League oder der Bundesliga hat. Galatasaray ist aber Dauer-Gast in der Champions League und hat Stars wie Wesley Sneijder, die weltbekannt sind. Am Ende ist es eine Entscheidung, die ich alleine treffen muss. Man kann es eben nicht allen Leuten recht machen. Istanbul ist eine Weltmetropole, und Galatasaray hat im internationalen Fußball einen sehr guten Namen.“

Gehalt des Deutschen öffentlich gemacht – für Podolski kein Problem

Ungewohnt für Podolski ist, dass man in der Türkei so offen über die Gehälter der Stars spricht. Galatasaray hatte mit der Verpflichtung des Deutschen bekanntgegeben, dass Podolski drei Millionen Euro exklusive diverser Prämien bekommt. Für Podolski jedoch kein Problem: „Die Verantwortlichen haben mich zuvor darüber unterrichtet, dass sie als börsennotierter Klub eine Mitteilung dazu herausgeben müssen. Heutzutage gibt es bei Gehältern ohnehin keine großen Geheimnisse mehr. So unterbindet man zudem unseriöse Spekulationen. Zu genauen Vertragsinhalten werde ich mich nicht äußern. Aber Sie können davon ausgehen, dass wir nicht alle Klauseln meines Vertrags offenlegen müssen. Es hat einfach, wie oben schon gesagt, das gesamte Paket gepasst.“

Rückkehr nach Köln immer eine Option

Im Optimalfall bleibt Podolski den Türken vier Jahre erhalten. An ein Karriereende danach denkt der 125-fache Nationalspieler aber noch nicht. Schließlich sei ein Wechsel zu seinem „Herzensverein“ 1. FC Köln immer eine Option: „Bei mir steht jetzt die Drei vor meinem Alter. Wenn ich meinen Vertrag bei Galatasaray komplett erfüllt habe, werde ich 34 Jahre alt sein. Jede Karriere geht irgendwann mal zu Ende, auch meine. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass ich dann noch für meinen Heimatverein, den 1. FC Köln, auflaufe.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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