„Der Herr der Ringe“: Türken bauen echtes Hobbit-Dorf nach

Die von Peter Jackson geschaffene Kinotrilogie „Der Herr der Ringe“ begeisterte Millionen Kinozuschauer weltweit. Jetzt erweckt offenbar eine türkische Gemeinde einen Teil des mit 17 Oscars prämierten Werkes zum Leben. Der Bau eines Dorfes ganz in Hobbit-Manier soll bereits in vollem Gange sein.

Das Dorf im Hollywood-Stil ist den türkischen Medien zufolge ein Plan der Gemeinde Sivas. Umgesetzt wird es demnach im PaşabahçePicknickbereich. Stammen soll die Idee vom Sohn des stellvertretenden Bürgermeisters Muaz Uzun – einem Bauingenieur.

Als er den Vorschlag gemacht hat, habe ich das überprüft. Ich stellte fest, dass die Hobbit Häuser genau das waren, was unser Bürgermeister bauen wollte“, zitiert Al Arabiya Uzun. Noch würde an dem Dorf gebaut. Am Ende solle es jedoch aus bis zu 100 Häusern bestehen. Jedes Haus werde dann auf 65 Quadratmetern ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, Bad, WC und eine Küche mit Blick auf den Wald in das Tal haben, so das Blatt weiter.

Bürgermeister Sami Aydın zufolge seien bislang zwei Häuser komplett fertig. „Wir haben das Projekt als Apart-Hotel geplat. Die Leute sollten ein Haus für zehn Tage buchen könen. Die Nachfrage haut mich regelrecht um. Ich hatte etwas Aufmerksamkeit erwartet, aber nicht so viel“, so das Stadtoberhaupt.

Die türkische Gemeinde ist mit ihrer Idee übrigens nicht allein. Nach dem Vorbild des Auenlandes entsteht auch in der Gemeinde Rincón de la Victoria in der südspanischen Provinz Málaga ein Freizeitpark mit Hobbithöhlen und Spielplätzen, so das Portal Herr der Ringe Filme.de. Geplant sei die Eröffnung für Ende 2015. „Auf einer Fläche von rund 12 Hektar entsteht für rund 1,7 Millionen Euro ‚La Comarca‘ (spanisch für ‚Das Auenland‘). Geplant sind Hobbithöhlen nach dem Vorbild der Tolkien-Filme, übergroße Spielfiguren, ein See mit Wasserfall und einiges mehr. Die Hotels der Umgebung haben bereits angekündigt Themen-Zimmer anzubieten. Die Landesregierung von Malaga war so begeistert von dem Projekt, dass sie es mit einer Investition von 500.000 Euro unterstützt“, hieß es bereits Anfang des Jahres.

Da in der PR-Kampagne Motive aus den Verfilmungen verwendet worden seien und das Hobbit-Dorf offenbar ohne Lizenzen von Tolkien Enterprises oder Warner entstehe, seien nun jedoch die Anwälte von Warner auf das Projekt aufmerksam geworden. Die urheberrechtliche Situation solle geprüft werden.

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