Aktivisten warnen vor Bebauung des Istanbuler Gezi-Parks

Zwei Jahre nach den «Gezi-Protesten» haben türkische Aktivisten davor gewarnt, einen neuen Versuch zur Bebauung des Istanbuler Gezi-Parks zu wagen. Die Gruppe reagiert damit auf die Aufhebung gerichtlich verfügter Baustopps durch ein türkisches Verwaltungsgericht. Die Proteste 2013 forderten insgesamt sieben Menschenleben.

Das Agieren während der Gezi Park-Proteste hat der türkischen Regierung viel Kritik eingebracht. (Foto: Flickr/Unbenannt by Meghan Rutherford CC BY 2.0)

Das Agieren während der Gezi Park-Proteste hat der türkischen Regierung viel Kritik eingebracht. (Foto: Flickr/Unbenannt by Meghan Rutherford CC BY 2.0)

«Der Taksim-Platz und der Gezi-Park stehen nunmehr nicht nur unter dem Schutz Istanbuls, sondern unter dem der Türkei, ja sogar unter dem Schutz der ganzen Welt», erklärte die Bewegung «Taksim-Solidarität» am Donnerstag. Sie reagierte damit auf eine Aufhebung gerichtlich verfügter Baustopps durch ein Verwaltungsgericht.

Die Gezi-Proteste hatten sich im Sommer 2013 zunächst gegen Pläne der türkischen Regierung gewandt, auf dem zentralen Parkgelände in Istanbul ein Einkaufszentrum und eine Replik osmanischer Kasernen zu errichten. Sie weiteten sich zu landesweiten Protesten gegen die islamisch-konservative AKP-Regierung und den damaligen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan aus. Die Proteste kosteten mindestens sieben Menschen das Leben, Tausende wurden verletzt, so die dpa.

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