Muslimischer Schützenkönig hat vieles in Bewegung gebracht

Als erster muslimischer Schützenkönig sorgte Mithat Gedik bundesweit für Schlagzeilen - nun geht für ihn und das Dorf Sönnern im Sauerland ein turbulentes Schützenjahr zu Ende. Am Freitagabend sollte der neue Schützenkönig ermittelt werden - damit endet Gediks Regentschaft.

Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft (BHDS) hatte ihn vor einem Jahr nicht als König akzeptieren wollen, weil er Moslem und nicht Christ ist. Was folgte, war eine kontroverse Diskussion im Verband.

Der BHDS will im kommenden Jahr bei der Frühjahrsversammlung über eine Öffnung entscheiden, sagte Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs. Vermutlich werde dabei auch die derzeit noch gültige ablehnende Haltung gegenüber geschiedenen und homosexuellen Schützenbrüdern geändert.

Gedik erwartet, dass es eine Öffnung geben wird, so die dpa. «Es war klar, dass der Bund etwas tun musste. Dass das ausgerechnet an meiner Person hängt, musste nicht sein», sagte der 34-Jährige am Freitag. Er habe aber sehr viel Zuspruch erfahren. «Es gab fast 15 000 Reaktionen, fast ausnahmslos positiv.» Selbst der Weihbischof habe ihn bei einem Besuch in Sönnern angesprochen.

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