Flüchtling zu Erdoğan: „Du hast einen ewigen Platz in unseren Herzen“

Am vergangenen Freitag hat ein syrischer Flüchtling den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan auf einem Rundgang in den Straßen Istanbuls aufgehalten und sich für die Aufname bedankt. „Ich wünschte, du wärst unser Präsident. Du hast einen ewigen Platz in unseren Herzen“, so der Familienvater. Die Türkei hat bisher über zwei Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen.

1. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sieht die Flüchtings-Aufnahme als nationale und religiöse Pflicht an, die nicht verhandelbar sei. (Screenshot)

1. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sieht die Flüchtings-Aufnahme als nationale und religiöse Pflicht an, die nicht verhandelbar sei. (Screenshot)

Am Freitag hat sich der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan nach dem Ramadan-Gebet in Istanbul unter die Bürger gemischt. Auf der Straße wurde er von einem syrischen Mann und seiner Familie gestoppt. Die Familie ist aufgrund des Bürgerkriegs in Syrien in die Türkei geflohen. Der Syrer richtete seine Worte an Erdoğan.

Es fand folgender Dialog statt:

Syrischer Familienvater: „Ich möchte dir im Namen des syrischen Volkes danken. Ich wünschte, du wärst unser Präsident.“

Erdoğan: „Richte auch du meine Grüße an das syrische Volk aus.“

Syrischer Familienvater: „Wir haben dich alle sehr gern. Wir danken dir. Du hast einen ewigen Platz in unseren Herzen.“

Die Türkei hat bisher über zwei Millionen Flüchtlinge aufgenommen und deren Versorgung eigenständig bezahlt. Die EU hingegen führt Militäreinsätze gegen Flüchtlingsboote durch. Die EU-Staaten wollen weitgehend keine Flüchtlinge aufnehmen. Zudem plant die Union Blitzabschiebungen, um sich der bereits angekommenen Flüchtlinge zu entledigen.

Die Flüchtlingsfrage reißt der professionellen Politik in den EU-Staaten die Maske vom Gesicht. In faktisch allen EU-Staaten beobachten wir schwere Ausfälle gegen Flüchtlinge und Asylanten.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan kritisiert die EU in der Flüchtlingsfrage scharf. Europa bestehe aus Heuchlern, die im Ausland Predigten über Menschenrechte halten würden. Doch gleichzeitig lehne die EU Hilfen für Menschen in Not ab. Die Türken hingegen seien bereit, auch ihr letztes Brot mit den Flüchtlingen zu teilen. Das sei keine Gnädigkeit, sondern eine Pflicht.

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