Wochenend-Bilanz: Massive Übergriffe gegen Flüchtlinge

Am Wochenende ist es in Ostdeutschland und Bayern zu zahlreichen Vorfällen gegen Flüchtlinge gekommen. In Rostock griffen Rechte mehrere Flüchtlinge an. Als die Polizei dazwischen gehen wollte, wurden auch die Beamten attackiert. Ziel von Angriffen wurden auch Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Rechte im gesamten Bundesgebiet haben es auf Flüchtlinge abgesehen. (Foto: Flickr/A girl waits outside by DFID CC BY 2.0)

Rechte im gesamten Bundesgebiet haben es auf Flüchtlinge abgesehen. (Foto: Flickr/A girl waits outside by DFID CC BY 2.0)

Am Wochenende haben Rechte auf einem Dorffest im Landkreis Rostock in Sukow-Marienhof sieben Flüchtlinge bedroht und angegriffen. Polizisten und Einheimische sollen versucht haben, die Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen. Doch dann wurden auch die Polizisten von den Rechten angegriffen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen.

In Sachsen-Anhalt – Halberstadt – griffen sechs Jugendliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes an. Auslöser der Attacke war die Errichtung einer provisorischen Flüchtlingsunterkunft neben einer Sporthalle, berichtet n-tv.

In Rostock-Warnemünde wurde einer Touristin aus Jamaika gemeinsam mit ihrem Sohn rassistisch beleidigt. Als die Männer die Frau attackieren wollten, ging ein Begleiter der Frau dazwischen und wurde selbst attackiert und leicht verletzt.

In einem Flüchtlingsheim in Aschaffenburg brannte in der Nacht zum Samstag ein Papiercontainer. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. „Laut Aussagen von Zeugen soll sich kurz vor dem Ausbruch des Feuers ein Mann im Hof des Anwesens aufgehalten haben. Er soll etwa 1,80 Meter groß, schwarz gekleidet und von athletisch-kräftiger Statur gewesen sein. Ob er mit dem Feuer etwas zu tun hat, ist unklar“, berichtet der BR.

In Remchingen-Singen bei Karlsruhe ging eine Unterkunft für Flüchtlinge in Flammen auf. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Zuvor legten Unbekannte im oberbayerischen Reichertshofen Feuer an zwei Eingängen eines Gebäudes, in dem 67 Asylbewerber einziehen sollten.

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