Rüstungsexporte sollen anziehen: Türkei sucht intensiv nach ausländischen Partnern

Die Türkei möchte ihre Rüstungsexporte künftig deutlich ankurbeln. Hierfür schaut sie sich gezielt nach ausländischen Partnern um. Der Grund für das verstärkte Interesse liegt auf der Hand: Aufgrund der zunehmenden Bedrohung durch Terroristen herrscht bei den internationalen Streitkräften ein gestiegener Bedarf an moderner Ausrüstung.

Die türkische Rüstungsindustrie argumentiert geschickt. Es gehe um den gemeinsamen Kampf gegen den Terror. (Foto: Flickr/Turkish_and U.S. forces Cooperative Resolve by U.S. Army Europe Images CC BY 2.0)

Die türkische Rüstungsindustrie argumentiert geschickt. Es gehe um den gemeinsamen Kampf gegen den Terror. (Foto: Flickr/Turkish_and U.S. forces Cooperative Resolve by U.S. Army Europe Images CC BY 2.0)

Die Türkei will sich in naher Zukunft nach Koproduktionen und Technologietransfer-Vereinbarungen mit den internationalen Partnern umsehen. Gelegenheit hierfür bietet eine entsprechende Konferenz und Ausstellung, die vom 10. bis 12. November in der Hauptstadt Ankara stattfindet. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, das türkische Ziel von 25 Milliarden US-Dollar an Rüstungsexporten bis zum Jahr 2023 zu erreichen.

Bereits in der jüngsten Vergangenheit hat die Türkei ihre Rüstungsexporte angezogen. Waren es im Jahr 2013 1,4 Milliarden US-Dollar, stieg das Volumen im darauffolgenden Jahr um ganze 17,7 Prozent auf 1.648 Milliarden US-Dollar an, so die International Business Times. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits ein Wachstum um 1,36 Prozent bzw. 461 Millionen Dollar gegeben. Aber: Nach wie vor würden die Rüstungsprodukte nur ein Prozent der Gesamtausfuhren des Landes für diesen Zeitraum ausmachen. Diese lägen bei insgesamt 49 Milliarden US-Dollar, so das Blatt weiter.

Mit der Turkey Defence Week 2015 wolle das Land nun eine lukrative Plattform für Hersteller von Land-, See- und Luftverteidigungsprodukten bieten. Präsentiert werden sollen dieneuesten Entwicklungen und Möglichkeiten im Bereich Kampfpanzer, Artillerie, Torpedos, U-Boote, Kampfflugzeuge, Kampf UAVs, Raketenabwehrsysteme, elektronische Kriegsführung, Satelliten Avionik, Kampfhubschrauber und mehr.

Erwartet werden dem Blatt zufolge rund 200 Branchenvertreter. Geboten werden außerdem eine Reihe von Podiumsdiskussionen über die Herausforderungen und Lösungen zu wichtigen Themen rund um die derzeit internationale Rüstungsindustrie. Mit dabei sei unter anderem Neil Firth, Leiter Logistik, Rohstoffe und Dienstleistungen im britischen Verteidigungsministerium.

Die Veranstaltung selbst wirbt wie folgt für ihre Interessen: „In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die türkische Verteidigungsindustrie den Bemühungen gewidmet, fortschrittliche und moderne Verteidigunsinfrastruktur zu schaffen, die den Anforderungen der türkischen Streitkräfte und die Schaffung von weitreichenden Möglichkeiten für Militärs und Verteidigungsunternehmen weltweit gerecht wird.ISIS, Ägyptens Sinai Provinz, Nigerias Boko Haram und die jüngsten Anschläge in Kenia, Paris, Brüssel, Kopenhagen, der Ukraine und Sydney, verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen man in der Verteidigungsindustrie stehe. Es werde immer mehr zur Priorität für Industrieexperten, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen und effektive Lösungen zu entwickeln.

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