Erdoğan zur Attacke von Suruç: Terror hat keine Religion, Sprache oder ethnische Herkunft

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Täter hinter der Attacke in der türkisch-syrischen Grenzstadt Suruç am Montag scharf verurteilt. Noch einmal betonte er in diesem Zusammenhang, dass Terror keine Religion, Sprache oder ethnische Herkunft habe. Der Präsident befindet sich gerade auf einer Visite in Nordzypern.

Der Tod von mittlerweile 30 Menschen und die große Zahl an Verletzten betrübe ihn zutiefst, so Erdoğan am Montagnachmittag. Bereits kurz nach den verheerenden Ereignissen telefonierte er mit Gouverneur Izzettin Küçük und anderen Behörden, um sich ein Bild von der Lage machen zu können.

„Im Namen meines Volks verfluche und verurteile ich die Täter dieser Unmenschlichkeit“, so der türkische Präsident. Der Terror solle verflucht sein, woher er auch immer herkomme, er habe keine Religion, Rasse, Nationalität oder Land, zitiert ihn die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.Nach der Explosion rief das türkische Innenministerium zur Ruhe auf und sicherte zu, die Täter des Angriffs schnell zu finden.

Ähnlich entschieden hatte sich Erdoğan bereits nach den Anschlägen von Paris geäußert.

Erdoğan bezeichnete die Ereignisse vom 7. Januar als „abscheulichen Terroranschlag“. „Unsere Anteilnahme richtet sich an unseren Freund und Verbündeten Frankreich. Wir erwarten, dass die Täter so bald wie möglich vor Gericht gestellt werden“, zitierte ihn die türkische Zeitung Hürriyet. Den Angehörigen sprach er sein Beileid aus.

In seiner Erklärung stellte der Präsident zudem heraus, dass die Türkei weiterhin entschlossen jede Art von Terrorismus bekämpfen werde. Während einige Regierungsbeamte in ihren Erklärungen den Kampf gegen die Islamfeindlichkeit in den Vordergrund stellten, wählte Erdoğan jedoch einen etwas anderen Ansatz. Seiner Ansicht nach hätten Intoleranz gegenüber Andersartigkeit und Hassreden Spannungen den Weg geebnet. Erdoğan erklärt:

Bei dieser Gelegenheit möchten wir betonen, dass der Terrorismus keine Religion oder Nationalität hat und es keine Entschuldigung für ihn geben wird. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir eine gemeinsame Haltung gegen Terroranschläge wie die in Paris einnehmen. Wir müssen einen festen Stand gegen Hassreden, Intoleranz, Unterschiede und Versuche, religiöse und kulturelle Unterschiede als Grundlage für Feindschaft zu präsentieren, haben.“

 

Mehr zum Thema:

Drama in Suruç: Explosion tötet mindestens 28 Menschen
Nach Anschlag in Suruç: PKK tötet einen Soldaten in Ost-Türkei
HDP-Chef Demirtaş macht Erdoğan für Anschlag verantwortlich

 

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.