Selbstversorgung: Indoor-Farm auf drei Stockwerken

Im der amerikanischen Kleinstadt Jackson soll eine der modernsten vertikalen Farmen entstehen. Über drei Stockwerke hinweg soll Obst und Gemüse angebaut werden und der Stadt eine bessere Versorgung sichern. Ein mögliches Vorbild für andere Regionen.

In Jackson, einer Kleinstadt im Bundesstaat Wyoming entsteht in öffentlicher und privater Partnerschaft eine vertikale Farm. Das moderne Gebäude, in dem die Produkte angebaut werden wird mit seinen drei Stockwerken eine Fläche von  etwa 1254 Quadratmetern  für Indoor-Farming anbieten können. Um die 46.000 Kilogramm Obst und Gemüse sollen so produziert werden, was den Betreibern zufolge in etwa der jährlichen Produktionsmenge von 5 Hektar entspricht.

Das Obst und Gemüse soll vor allem an Restaurants und Lebensmittelgeschäfte der Stadt und in einem direkten Verkauf vor Ort an die Einwohner von Jackson gebracht werden. Die Ernte werde das ganze Jahr über Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stellen. “Neben frischen Salat und Tomaten produziert die vertikale Farm auch Arbeitsplätze.” Menschen mit einer körperlichen bzw. Geistlichen Beeinträchtigung sollen eine Anstellung finden.

Die Kosten für den Bau der Indoor-Farm werden mit 3,7 Millionen Dollar angegeben. Der Bau begann bereits im November des vergangenen Jahres. Die Initiatoren sammeln jedoch weiterhin Spenden, um das Projekt schlussendlich finanzieren zu können. Das Projekt konzentriert sich auf hydroponische Landwirtschaft: Dazu gehören de Anbau der Pflanzen auf einer Nährflüssigkeit sowie ein geschlossener Wasserkreislauf. “Das Wasser wird in das System zurückgeführt, wodurch 90 Prozent weniger Wasser als bei herkömmlicher Landwirtschaft benötigt wird.” Außerdem könne über den Nährboden die “Ernährung der Pflanzen”  kontrolliert werden, um den Geschmack und die Qualität zu optimieren. Zudem sollen die Pflanzen doppelt so schnell wachsen wie traditionelle Kulturen.

Die Architektur des Gebäudes zeichnet sich durch große Fensterflächen aus. Nur im Winter soll so ein Mehrbedarf an Energie für die künstliche Beleuchtung auftreten. Die Idee ist, den ganzjährlichen Energiebedarf für das vertikale Farming unter den Wert zu drücken, der aufgebracht wird, um Obst und Gemüse wie bisher in die Stadt zu transportieren. Jackson liegt in der Bergen, ist schwer erreichbar und der viele Schnee, der jedes Jahr fällt, würde normaler Weise nur eine sehr kurze Anbauzeit für Gemüse und Obst erlauben.

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