Anschlag auf HDP: IS-Bomber war Kurde und Alevite

Eine besonders brisante Information wurde der europäischen Öffentlichkeit bezüglich des Juli-Attentats gegen die HDP in Diyarbakir vorenthalten. Das Attentat wurde von einem IS-Mitglied verübt, der sowohl Kurde als auch Alevite ist. Damit sollte klar sein: Beim IS kämpfen auch zahlreiche Kurden. Die Behauptung, dass das kurdische Volk gegen den IS kämpft, ist falsch.

Der Diyarbakır-Bomber Orhan Gönder befindet sich in Haft. (Screenshot)

Der Diyarbakır-Bomber Orhan Gönder befindet sich in Haft. (Screenshot)

Da die deutsche Öffentlichkeit sehr gerne erörtert, wer welcher Ethnie oder welcher Religion angehört, und die Menschen dann kategorisiert, hat sich die DTN-Redaktion die Zeit genommen, um bezüglich des Bombenattentats auf eine Kundgebung der Partei HDP kurz vor der Türkei-Wahl Licht ins Dunkel zu bringen.

Bei dem Diyarbakır-Bomber handelte es sich um Orhan Gönder, der sich zuvor dem IS angeschlossen hatte, berichtet die Zeitung Vatan. Der 20-Jährige stammt aus der Stadt Adiyaman. Er ist in einer Bürokraten-Familie. Gönder war sowohl Kurde als auch Alevite. Diese Information ist deshalb wichtig, damit die Öffentlichkeit versteht, dass keine Ethnie oder Religionsgruppe vor den Rekrutierungsbestrebungen des IS geschützt ist. Der Journalist Nevzat Çiçek sagt, dass der IS seit 2009 vor allem kurdische Jugendliche rekrutiert, berichtet Haberturk.

Aber all diese Fakten passen natürlich nicht in das Weltbild von Menschen, die die PKK zur Friedensbewegung des Nahen Ostens erklärt haben und diese direkt und indirekt mit Waffen beliefern, damit ethnische Säuberungen an Muslimen verübt werden. Mal mordet die PKK und mal der IS – aber sie alle bringen ausschließlich und mit Vorliebe Muslime um.

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