Türkei: HDP kritisiert Militär-Operation gegen den IS

Der Fraktionsvorsitzende der kurdisch-nationalistischen Partei HDP, Idris Baluken, kritisiert die türkische Militär-Operation gegen den IS in Syrien scharf. Erdoğan und die AKP sollten zuallererst die IS-Zellen in der Türkei ausmerzen, so HDP-Abgeordnete. Doch genau dies tut die Regierung. Sie geht im Inland gegen den IS und gegen die PKK vor. HDP-Chef Selahattin Demirtaş hingegen bleibt bei seiner These, dass Erdoğan an allem Schuld sei.

HDP-Chef Selahattin Demirtaş und seine Parteikollegen werden von Tag zu Tag unglaubwürdiger. (Screenshot)

HDP-Chef Selahattin Demirtaş und seine Parteikollegen werden von Tag zu Tag unglaubwürdiger. (Screenshot)

Der Vorsitzende der Parlamentsfraktion der kurdisch nationalistischen Partei HDP, İdris Baluken, hat die aktuelle Operation des türkischen Militärs gegen IS-Stellungen in Syrien scharf kritisiert. Die AKP und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan seien nicht redlich. Sonst würden sie zuallererst gegen IS-Zellen innerhalb der Türkei vorgehen. „Das Timing der Militär-Operation ist entlarvend“, zitiert die Milliyet Baluken. Die Türkei wolle in Wirklichkeit in Nordsyrien gegen die kurdische Terror-Miliz YPG vorgehen.

Was Baluken übersieht: Am Freitagmorgen wurden in 16 Provinzen der Türkei unter Einsatz von 5.000 Beamten Razzien gegen IS- und PKK-Zellen durchgeführt. Dabei wurden 298 Verdächtige festgenommen. Die Zeitung T24 berichtet, dass zahlreiche mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen wurden. Bemerkenswerterweise sollen sich unter ihnen viele Ausländer befinden.

Die HDP-Politiker verlieren ihre Glaubwürdigkeit. Sie geben an, gegen den IS zu sein, doch wollen sich nicht hinter die Operationen gegen die Terror-Miliz stellen. Offenbar profitiert die HDP von der Existenz des IS. Denn nur solange der IS existiert, erhalten die HDP und die PKK politische und finanzielle Unterstützung von den EU-Staaten, weil sie sich dem Westen als eine Art „Vorhut der Menschlichkeit“ gegen den IS präsentieren kann. Nach Informationen der Bundestagsabgeordneten Nicole Gohlke erhält die PKK auch Waffen aus Deutschland.

HDP-Chef Selahattin Demirtaş bleibt bei seiner These, dass Erdoğan und nicht der IS selbst zur Rechenschaft gezogen werden soll. Der Grund allen Übels sei nur Erdoğan.

Was die HDP und die PKK wirklich wollen, ist die Entfachung eines ethnischen Bürgerkriegs innerhalb der Türkei.

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