Eklat – UltrAslan sorgt für Spielabbruch

Die Ultragruppierung Galatasarays hat ein weiteres Mal für einen Negativhöhepunkt gesorgt. Auf Grund von Feuewerkskörpern und Pyrotechnik musste das Testspiel gegen Udinese Calcio abgebrochen werden. Zudem wurde Keeper Eray Iscan am Auge verletzt.

Das skandalöse Verhalten einiger Mitglieder der Galatasaray-Fangruppierung UltrAslan überträgt sich auch auf die neue Saison. Nach zahlreichen Eskapaden und Gewaltausbrüchen in den Auswärtsspielen der UEFA Champions League haben die „Anhänger“ der Gelb-Roten für einen neuen Negativhöhepunkt gesorgt: Das gestrige Freundschaftsspiel im Klagenfurt-Sportpark zwischen Galatasaray und Udinese Calcio musste nach einer halben Stunde abgebrochen werden. Der Grund waren angewendete Pyrotechnik und gezündete Feuerwerkskörper der UltrAslan-Fangruppierung hinter dem Tor. Als dann auch noch Keeper Eray Iscan am Auge getroffen wurde, ließ Referee Thomas Wieser beide Teams in die Kabinen begleiten. Anschließend verweigerten sowohl die Türken, als auch die Italiener den Spielbetrieb.

Im Raum steht nun die Strafe für die türkischen Teams, keine Testspiele mehr in Österreich absolvieren zu dürfen. Auch in Deutschland sind seit einigen Jahren keine türkischen Zuschauer zu den Testspielen der türkischen Klubs zugelassen.

Hamza Hamzaoglu mit Rundumschlag

Trainer Hamza Hamzaoglu hat in einer Stellungnahme das Verhalten der eigenen Anhängerschaft anschließend scharf kritisiert. Der Coach der „Löwen“ außer sich: „Wir sind hier, um uns vorzubereiten und wollten dabei mit unseren Fans im Ausland zusammenkommen. Ich bin äußerst traurig über den Spielabbruch, den das schadet dem Image Galatasarays enorm. So etwas bringt dem Verein nichts – im Gegenteil. Am meisten traurig bin ich darüber, dass zahlreiche Fans viele Kilometer auf sich genommen und etliche Stunden unterwegs waren, und diese jetzt nach Hause fahren, ohne das Spiel gesehen zu haben. Wer hat das Recht für so etwas? Ist das die Freiheit, die man den Fans einräumen wollte? Von nun an werden wir selbst bei solchen Zwischenfällen das Spiel abbrechen. Hört so etwas erst auf, wenn Eray tatsächlich schwer verletzt worden wäre? Es reicht mir! Wann kommen wir endlich zur Besinnung? Wir dürfen schon in Deutschland nicht mehr spielen. Was ist, wenn jetzt das nächste Verbot kommt?

Hamzaoglu weiter: „Aus der Sicht Galatasarays und des türkischen Fußballs ist das ein schwerer Rückschlag. Jemand, der sein Land und seinen Verein liebt, macht so etwas nicht. Ich habe kein Problem damit, in Zukunft unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu spielen. Doch diese Menschen hier haben das Recht, uns zuschauen zu dürfen. In Europa wird man uns jetzt mit vielen Vorurteilen begegnen. Ich hoffe, so etwas kommt nie wieder vor. Wir haben uns den Menschen hier und dem Gegner gegenüber blamiert. Wir verurteilen solch ein Verhalten und entschuldigen uns bei unseren Anhängern.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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