Vom Terror unbeeindruckt: Suruç-Überlebende wollen Kobane wieder aufbauen

32 Tote hat der Anschlag von Suruç gekostet. Die Überlebenden wollen sich davon aber offenbar nicht einschüchtern lassen. Ihren Plan, die zerstörte syrische Stadt Kobane wieder aufzubauen, haben sie nicht aus den Augen verloren.

Nach der Belagerung durch die Terrormiliz IS war Kobane fast vollständig zerstört worden. (Foto: Flickr/ Besieged Kobanê by Karl-Ludwig Poggemann CC BY 2.0)

Nach der Belagerung durch die Terrormiliz IS war Kobane fast vollständig zerstört worden. (Foto: Flickr/ Besieged Kobanê by Karl-Ludwig Poggemann CC BY 2.0)

Ilke Basak B., eine der Überlebenden des Anschlags von Suruç, hat angekündigt, dass sie gemeinsam mit ihren verbliebenen Kameradinnen und Kameraden die in Syrien geplante Arbeit ihrer sozialistischen Organisation (SGDF) aufnehmen wolle.

Im Rahmen einer an diesem Dienstag in Istanbul gegebenen Pressekonferenz erklärte sie: „Wir sind wütend, traurig und betrübt.“ Bereits vor zwei Monaten begann die SGDF mit der Kampagne, einen Spielplatz und eine Bibliothek für Kinder in Kobane bauen zu wollen. Davon wollen sie auch jetzt nicht abrücken. „Wir werden die Stadt wieder aufbauen, ganz gleich, was passiert.“

Cicek Otlu, Vorsitzender der Istanbuler Niederlassung, kündigte an, seine Kampagne sogar noch zu forcieren, um eine breitere öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen. Im Augenblick gäbe es jedoch keinen genauen Zeitplan, wann die nächste Gruppe nach Kobane gehen könnte, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Nach dem Selbstmordanschlag haben türkischen Sicherheitskräfte 1.050 Verdächtige in 34 türkischen Provinzen festgenommen. Die meisten der Verdächtigen gehören angeblich Daesh, der Kurdischen Arbeiterpartei und der extremen Linken Revolutionären Volksbefreiungspartei an.

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