Schutz gegen Raketenangriffe: Türkei verstärkt Grenzsicherung massiv

Die Türkei treibt die Sicherung ihrer Grenze zu Syrien weiter voran. Im Distrikt Yayladağı, in der südlichen Provinz Hatay, sollen nun nicht einmal mehr Raketen eine Chance haben. Dort wurden massive Schutzwände installiert, die sogar einer Panzerfaust standhalten könnten.

Die für Yayladağı geschaffene Grenzsicherung ist umfassend. Die Mauern sollen einen Meter dick und 2,5 Meter hoch sein. Ihre Beschaffenheit sei derart stabil, dass sie sogar einem Raketenangriff standhalten könnten. Hinter den Mauern wurde außerdem ein sieben Meter langer und vier Meter tiefer Graben ausgehoben. Obenauf wurde Stacheldraht angebracht. Die Mauer misst derzeit eine Länge von 2,5 Kilometer.

Das Militär habe mit dem Mauerbau bereits im vergangenen Mai begonnen, so die türkische Zeitung Sabah. Ursprünglich ging es darum, sowohl Schmuggel als auch Menschenhandel in Güveççi, Görentaş, Uluyol und Aşağıpulluyaz einzudämmen. Im Laufe der Bauarbeiten habe sich das Militiär zudem für die Installation von Überwachungskameras entschieden, die 24/7 Videoaufzeichnung sowie Nachtsicht ermöglichen. Zusätzlich zu diesen Kameras, die an strategischen Punkten in Türmen entlang der Grenze aufgestellt werden, würden gepanzerte Fahrzeuge und Soldaten als Grenzschutz patroullieren.

Die Türkei hatte bereits Anfang Juli angekündigt, neue strengere Sicherheitsmaßnahmen zu installieren. Es wurde beschlossen, dass zivile Übertritte an den Grenzübergängen begrenzt und unter strengeren Regeln erlaubt würden. An den Übergängen Girmeli und Kamışlı sei der Übertritt nur noch speziell genehmigten Hilfsgruppen gestattet.

Zusätzliche Truppen würden auch an dem eher selten verwendeten CizreAndivar Grenzübergang eingesetzt werden. Intensiviert würden außerdem die Aufklärungsflüge nahe der Grenze.

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