Ein toter Soldat: Tausende Kurden rufen „Nieder mit der PKK!“

Am Montag wurde der Soldat Mansur Cengiz in seiner türkischen Heimstadt Siirt beigesetzt. Während der Bestattungs-Zeremonie skandierten 4.000 Menschen in kurdischer und türkischer Sprache „Nieder mit der PKK!“. Cengiz kam am Wochenende bei einem Selbstmordanschlag der PKK ums Leben. Dieser Vorfall zeigt: Wer die Kurden mit der PKK gleichsetzt, begeht einen großen Fehler.

Der kurdisch-stämmige türkische Soldat Mansur Cengiz wurde in seiner Heimatstadt Siirt bestattet. Er kam bei einem Selbstmordanschlag der PKK ums Leben. (Screenshot)

Der kurdisch-stämmige türkische Soldat Mansur Cengiz wurde in seiner Heimatstadt Siirt bestattet. Er kam bei einem Selbstmordanschlag der PKK ums Leben. (Screenshot)

Am Montag wurde der Soldat Mansur Cengiz in seiner Heimatstadt Siirt von Verwandten, Bekannten und Bürgern bestattet. An der Bestattungszeremonie nahmen insgesamt 4.000 Menschen teil. Die Menschen skandierten „Nieder mit der PKK!“. Besonders bemerkenswert waren die Worte während des Bittgebets für den gefallenen Soldaten:

„Allmächtiger, empfange diesen Menschen, der sein Leben für den türkischen Staat und das Volk gegeben hat. Nimm ihn zu Dir und beschenke ihn mit dem höchsten Platze im Paradies. Bewahre unsere nationale Einheit und unsere Beständigkeit, so dass wir keine Schwäche erleiden müssen.“

Cengiz, der selbst einer kurdischen Familie entstammt, wurde am Wochenende bei einem Selbstmordanschlag auf ein Militärstützpunkt im Osten des Landes getötet. Der Selbstmordattentäter brachte zwei Tonnen Sprengstoff zum Einsatz. Die Terror-Organisation PKK bekannte sich wenig später zum Anschlag, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.

Cengiz gehörte zu den vielen kurdisch-stämmigen Soldaten, die nicht eine Sekunde zögern würden, ihr Leben für die Türkei zu geben. Doch oftmals sitzen diese Patrioten zwischen zwei Stühlen. Einerseits werden sie im Ausland bewusst als potentielle PKK-Anhänger dargestellt und andererseits werden sie von PKK-Anhängern als „Verräter“ gebrandmarkt und bedroht, weil sie sich dagegen wehren, Waffen gegen ihre Nachbarn, Freunde, Verwandten und Kameraden – also gegen die Türken, Kurden und Araber – zu richten.

Dieser Vorfall zeigt auch, dass es niemandem gelingen wird, Kurden und Türken in einen Bürgerkrieg zu stürzen – weder der PKK noch der HDP und ihren Unterstützern im In- und Ausland.

 

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