CL: Fenerbahce geht 0:3 in Donezk unter

Fenerbahces Traum von der UEFA Champions League ist zerplatzt! Beim ukrainischen Spitzenklub Schachtjor Donezk verlor der türkische Vizemeister etwas zu hoch 0:3 und muss damit mit den UEFA Europa League-Playoffs Vorlieb nehmen.

Herbe Enttäuschung für Fenerbahce! Der türkische Vizemeister hat das Rückspiel der dritten Runde in der UEFA Champions League-Qualifikation sang- und klanglos mit 0:3 gegen Schachtjor Donezk verloren und damit die „Königsklasse“ verpasst. Ehe die Saison überhaupt richtig begonnen hat, müssen die Gelb-Marineblauen den ersten schweren Rückschlag hinnehmen.

Ausgeglichener Beginn in Lemberg

In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie haben die Ukrainer in Lemberg wie schon beim 0:0 in der Vorwoche den eingespielteren Eindruck gemacht. Dennoch zeigten sich die türkischen Gäste im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen vor Wochenfrist wesentlich konzentrierter in ihren Aktionen. Die erste Torchance hatte entsprechend Fenerbahce, als Caner Erkin von der linken Seite scharf flankte und Stoßstürmer Fernandao per Kopfball das Gehäuse verfehlte (10.). Nur fünf Zeigerumdrehungen später kombinierte der Champions-League-Dauergast Donezk gefällig und kam durch Alex Teixeira zu einer Einschussmöglichkeit, die Fenerbahce-Schlussmann Volkan Demirel parierte (15.). Der aufgerückte Innenverteidiger Bruno Alves kam nach Diego-Freistoß ebenfalls zum Kopfball (19.), forderte Andrij Pyatov aber nicht wirklich heraus.

Gladkiy eiskalt – Sow verpasst Ausgleich vor der Pause

In der 25. Minute zeigte Oleksandr Gladkiy seine ganze Klasse, als Donezk-Kapitän Darijo Srna von der rechten Seite flankte und Torjäger Gladkiy humorlos in die Maschen einnetzte. In der Folge fehlten Fenerbahce die adäquaten Mittel, um noch vor der Pause zum Ausgleich zu kommen: Raul Meireles aus der Distanz (35.) und besonders der völlig freistehende Moussa Sow (43.) verzogen zum Teil äußerst knapp. Am Pausenstand änderte sich nichts.

Pyatov rettet erneut gegen Sow – Srna verwandelt Elfmeter nach Demirel-Foul

Nach Wiederanpfiff begegneten sich beide Teams weiter auf Augenhöhe, erst in der 57. Minute lag erneut der Ausgleich in der Luft, als Nani in exzellenter Manier Sow bediente und dieser per Kopf am glänzend aufgelegten Pyatov scheiterte. Das war wohl der Weckruf für die Gastgeber, der in der Folge zielstrebiger spielte und in der 63. Minute Simon Kjaer zum entscheidenden Fehler zwang, Marlos in den Fenerbahce-Strafraum eindrang und von Demirel nach Ansicht des deutschen Referees Felix Zwayer elfmeterreif gefoult wurde! Standardspezialist Srna ließ sich nicht lumpen und verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:0 für seine Farben.

Teixeira mit dem 3:0 – Kjaer kassiert Platzverweis

Alle Hoffnungen der Gastgeber waren spätestens beim dritten Gegentreffer begraben, als Dopingsünder Fred, der von Beginn an auflief, nach einem misslungenen Fenerbahce-Eckball auf Teixeira spielte und dieser keine Mühe fand, das 3:0 zu erzielen. Diego (75.) und Nani (80.) hatten noch Halbchancen, Fred (77. und 85.) hätte mit etwas Glück gar auf 4:0 erhöhen können. Zu allem Überfluss sah der gefrustete Kjaer noch in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte, wird damit also im Hinspiel der UEFA Europa League-Playoffs gesperrt fehlen. Auch Fenerbahce-Coach Vitor Pereira musste nach einer hitzigen Diskussion mit einem Donezk-Akteur vorzeitig auf die Tribüne.

Aufstellungen

Schachtjor Donezk: Pyatov – Shevchuk, Ordets (84. Kucher), Rakitskiy, Srna – Stepanenko, Fred, Marlos (87. Kovalenko), Teixeira, Taison – Gladkiy (82. Eduardo)

Fenerbahce: Demirel – Erkin, Kjaer, Alves, Özbayrakli (88. Topal) – Souza, Meireles (78. Potuk), Nani (88. Stoch), Diego – Sow, Fernandao

Tore: 1:0 Gladkiy (25.), 2:0 Srna (65./FE), 3:0 Teixeira (68.)

Gelb-Rote Karte: Kjaer (90.)

Gelbe Karten: Shevchuk – Özbayrakli, Nani, Demirel

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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