Vier Jahre Bürgerkrieg: Syrienkonflikt kostet mehr als 240.000 Menschenleben

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zieht eine erschreckende Bilanz: Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im März 2011 verloren mehr als 240.000 Menschen ihr Leben, darunter auch 12.000 Kinder. Unbekannt ist unterdessen jedoch das Schicksal von rund 30.000 Personen, die im Laufe des Konflikts verschwunden sind.

Für Syrien ist auch nach vier Jahren weder Frieden noch Freiheit in Sicht. (Foto: Flickr/ Banyas Demos by SYRIAN FREEDOM CC BY 2.0)

Für Syrien ist auch nach vier Jahren weder Frieden noch Freiheit in Sicht. (Foto: Flickr/ Banyas Demos by SYRIAN FREEDOM CC BY 2.0)

Die syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat mittlerweile den Tod von 240.381 Menschen dokumentiert. Das sind noch einmal deutlich mehr, als bei der jüngsten Veröffentlichung am 9. Juni. Schon damals bezifferte die Organisation die Opferzahlen mit 230.618. Die aktuellen Zahlen geben zudem Aufschluss über Kinder- und zivile Opfer. Demnach seien in den vergangenen vier Jahren 11.964 Kinder und 71.781 Zivilisten getötet worden.

Seit Beginn des Volksaufstands gegen Machthaber Baschar al-Assad seien 88.616 Regimekräfte umgekommen, darunter 50.570 Soldaten nebst den übrigen verbündeten Kämpfern. Die Anzahl der getöteten Rebellen wird mit 42.384, die Zahl der ausländischen Dschihadisten, die ums Leben kamen, mit 34.375 angegeben, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Die Identität von weiteren 3225 Menschen, die im Zuge des Konflikts getötet wurden, bleibe allerdings unbekannt, heißt es weiter. Gleiches gelte auch für das Schicksal von rund 30.000 Menschen, die im Laufe der vergangenen Jahre in Syrien verschwunden seien. 20.000 von ihnen sollen sich in syrischen Gefängnissen befinden.

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