Kurz vor der Erblindung: Turkish Airlines fliegt fünfjähriges Mädchen nach Rom

Die fünfjährige Elizabeth „Lizzy“ Myers erblindet langsam. Um noch möglichst viel von der Welt zu sehen, erstellen ihre Eltern eine „visuelle Bucket List“ und zeigen ihr wunderbare Sehenswürdigkeiten in der Nähe ihrer Heimat Ohio. Turkish Airlines wurde auf das Schicksal des Mädchens aufmerksam. Im nächsten Frühjahr geht es für sie nun an einen der sehenswertesten Orte der Welt: Nach Rom.

Im kommenden Frühjahr soll es für die Familie nach Rom gehen. (Foto: Flickr/ Rome by Moyan Brenn CC BY 2.0)

Im kommenden Frühjahr soll es für die Familie nach Rom gehen. (Foto: Flickr/ Rome by Moyan Brenn CC BY 2.0)

Den General Manager von Turkish Airlines hat die Geschichte der Kleinen und die Liste der Eltern offenbar derart berührt, dass sich die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft nun für das erkrankte Mädchen engagiert. „Lizzy“ leidet unter einem seltenen genetischen Defekt. Nicht mehr lange und sie wird erblinden oder zumindest den größten Teil ihres Augenlichts verlieren.

Das Reiseziel hätten sich die Eltern übrigens frei auswählen können, berichtet die türkische Zeitung Sabah. Turkish Airlines habe der Familie Rundreise-Tickets mit einem Ziel nach Wahl angeboten. Und diese fiel schließlich auf Rom.

„Wir waren uns beide sicher, dass Lizzy all die Kunstwerke und die Statuen sehr gerne sehen würde. Und vielleicht will sie ja auch sehen, wo die Familie meiner Frau, die südlich von Rom stammt, lebt“, so Lizzys Vater, der 42-jährige Steve Myers.

Lizzy erhielt vor kurzem eine schreckliche Diagnose: Bei ihr wurde das Usher-Syndrom Typ II festgestellt. Die Krankheit geht mit einem progressiven Sehverlust einher. Ihren Eltern bleiben nun etwa fünf bis sieben Jahre, um ihr noch so viele schöne Dinge wie möglich zu zeigen. So besuchte sie unlängst etwa eine Sternwarte in der Nähe ihres Hauses und sah eine Produktion von „Mary Poppins“ in einem hiesigen Theater.

„Wir haben das getan, um einem kleinen Mädchen zu helfen, die Welt zu sehen. Eine Möglichkeit, die sie sonst vielleicht nicht gehabt hätte, so Turkish Airlines General Manager Tuncay Eminoğlu. Der Familie war die viele öffentliche Aufmerksamkeit zunächst übrigens sehr befremdlich. Ihre Geschichte war zunächst von den Lokalzeitungen aufgegriffen worden und löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Mittlerweile sind sie jedoch froh darüber. Andernfalls hätte Lizzy diese Möglichkeiten nicht gehabt, so Herr Myers. „Wir versuchen nur, so viele Dinge wie möglich in ihren Kopf zu stopfen.

Lizzy ahnt von all dem jedoch noch nichts. Die Eltern hielten es nicht für angebracht, die Kleine bereits jetzt über ihren Zustand aufzuklären.

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