Queen Elizabeth II. in Gefahr: IS planen Terror-Attacke auf königliche Familie

Höchste Alarmstufe in London. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll einen Anschlag auf die Queen planen. Im Visier sollen die Terroristen die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum der Beendigung des Zweiten Weltkriegs, dem VJ Day (Victory in Japan Day), am kommenden Samstag haben. Zum Einsatz kommen soll eine Druckkochtopfbombe. Eine ähnliche hatte beim Boston-Marathon 2013 drei Menschen in den Tod gerissen.

Die Queen soll sich von der Terrorwarnung bislang unbeeindruckt zeigen und wolle zu Ehren der Gefallenen trotzdem teilnehmen. (Foto: Flickr/ Trooping the Colour by Maxwell Hamilton CC BY 2.0)

Die Queen soll sich von der Terrorwarnung bislang unbeeindruckt zeigen und wolle zu Ehren der Gefallenen trotzdem teilnehmen. (Foto: Flickr/ Trooping the Colour by Maxwell Hamilton CC BY 2.0)

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nun offenbar die Royale Familie im Visier. Bei einer feierlichen Parade am kommenden Wochenende soll in unmittelbarer Nähe von Queen Elizabeth II. eine Bombe gezündet werden. Zu der Großveranstaltung anlässlich des VJ Days werden neben Mitgliedern der Königsfamilie auch mehr als 1000 Veteranen samt ihrer Familien sowie mehrere Tausend Besucher erwartet.

Polizei und der britische Geheimdienst MI 5 befänden sich in einem Rennen gegen die Zeit, um den Mordanschlag zu verhindern, berichtet auch die türkische Zeitung Sabah. Die Drohung sei von britischen Dschihadisten unter der Ägide syrischer IS-Terroristen ausgesprochen worden, so die Daily Mail. Neben der Queen soll auch ihr Sohn, Thronfolger Prinz Charles im Visier der Terroristen sein. Gemeinsam mit seiner Mutter wird er am Samstag Premierminister David Cameron begleiten, um über 1000 ausgewählte Veteranen der britischen Armee auszuzeichnen.

Abgesehen haben es die Terroristen offenbar auf drei neuralgische Punkte der Metropole. Der Sabah zufolge sollen an der St. Martin-in-the-Fields Kirche am Trafalgar Square, an der  Field Marshal Slim Statue und an der Westminister Abbey Detonationen geplant sein.

2005 lösten Anschläge in London ein nationales Trauma aus. Die Selbstmordattentate auf drei U-Bahnen und auf einen Doppeldecker-Bus töteten 52 Passagiere und verletzten rund 700 Personen.

Die Terrorangst ist auf der Insel und speziell in ihrer Hauptstadt allgegenwärtig, manchmal bis zur Grenze der Paranoia. In Londons Bahnhöfen gibt es heute keine Gepäckschließfächer mehr, im Regierungsviertel Westminster nicht einmal öffentliche Abfalleimer. Auf jeweils zehn Briten kommt eine Überwachungskamera. Als dieser Tage die Londoner Polizei eine Evakuierungsübung veranstaltet, ist das Thema in allen nationalen Medien.

Die Angst in London hat auch mit der U-Bahn zu tun. Das über 150 Jahre alte Netzwerk ist mit all seinen Schwächen, Unzulänglichkeiten und vor allem Unpünktlichkeiten die Lebensader der Stadt. Praktisch jeder Londoner fährt die steilen Rollentreppen hinab und drängt sich durch die engen Tunnel. Vier Millionen Fahrten werden pro Tag mit den Zügen der «Tube» absolviert. Die Enge in den verwinkelten Tunneln und Schächten machte es den vier Attentätern vergleichsweise leicht, die Überwachung dagegen schwer.

Und den Einsatz der Rettungskräfte. Ein Untersuchungsbericht, der zwei Jahre nach den Anschlägen bekanntwurde, listete haarsträubende Probleme auf. Wegen eines mangelnden Funknetzes mussten die Hilfskräfte Kuriere zur Kommunikation durch das Tunnelnetz schicken, Verbandskästen konnten nicht geöffnet werden, Notausgänge nicht benutzt werden. Angehörige der Opfer kritisierten die schleppende Bergung. Die Behörden belogen die Öffentlichkeit zunächst, täuschten einen Unfall vor, um Panik zu vermeiden.

Andererseits wurde 7/7 in London auch zum Symbol für enorme Tapferkeit und den Zusammenhalt der Menschen im oft anonym erscheinenden Großstadtdschungel London, so die dpa. Die Fernsehbilder einer blutverschmierten Frau gingen um die Welt, die jede Hilfe von Rettungskräften strikt ablehnte. «Anderen geht es schlechter», sagte sie. Viele Londoner packten an und halfen sich gegenseitig in der Not. Feuerwehrleute und Polizisten tauchten in die Rauchschwaden der U-Bahn-Röhren ein – in vollem Bewusstsein, dass jeden Moment die nächste Bombe explodieren kann.

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