Lieber tot als entehrt: Vater lässt Tochter in Dubai ertrinken

Am Traumstrand von Dubai hat sich einen menschliche Tragödie abgespielt. Weil ein Vater zwei Rettungsschwimmer davon abhielt, seine Tochter aus dem Wasser zu ziehen, ertrank diese qualvoll in den Fluten. Die Beweggründe des Vaters klingen hanebüchen: Die fremden Helfer sollten das Mädchen nicht berühren, da sie diese sonst entehrt hätten.

Der Vater hat den Tod seiner Tochter billigend in Kauf genommen. (Foto: Flickr/ Burj Al Arab Hotel, Dubai by Brandon CC BY 2.0)

Der Vater hat den Tod seiner Tochter billigend in Kauf genommen. (Foto: Flickr/ Burj Al Arab Hotel, Dubai by Brandon CC BY 2.0)

Wegen des falsch verstandenen Ehrgefühls ihres Vaters ist in Dubai eine 20-jährige Frau ertrunken. Der Asiate hielt die beiden Rettungsschwimmer von ihrem Einsatz zurück und soll sogar gewaltätig geworden sein. Mittlerweile wurde der Mann von der Polizei festgenommen.

Der Vater soll erklärt haben, dass es ihm lieber wäre, wenn seine Tochter tot sei, als dass sie von fremden Männer angefasst würde. Hätten sie es getan, wäre seine Tochter entehrt. Das hat ihn nun allerdings das Leben seiner Tochter gekostet, zitiert das Internet-Nachrichtenportal Emirates 24/7 einen Polizisten.

Dies ist einer der Vorfälle, die ich nicht vergessen kann“, so Oberstleutnant Ahmed Burqibah, stellvertretender Direktor der Dubai Police Search und des Rescue Departments. „Es hat mich schockiert und viele andere, die in den Fall verwickelt waren.“

Dabei habe der Tag ganz harmlos begonnen, so das Blatt. Der Vater habe Frau und Kinder zu einem Picknick mit an den Strand genommen. Die Kinder seien fröhlich geschwommen, als die 20-Jährige plötzlich um Hilfe schrie und drohte zu ertrinken. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich zwei Rettungsschwimmer am Strand befunden und wollten sofort zur Hilfe eilen. Doch der Vater stellte sich ihnen in den Weg. „Der Vater war ein großer und starker Mann. Er behinderte die Rettungsmänner und wurde ihnen gegenüber sogar gewalttätig. Er sagte ihnen, dass er seine Tochter lieber tot sähe, als von einem fremden Mann berührt“, so Burqibah weiter. „Sie starb leider und das zu einem Zeitpunkt, zu dem sie durchaus eine Chance gehabt hätte zu leben. Vor allem, weil die Rettungsmänner so nah an ihr dran waren, um sie aus dem Wasser zu ziehen.“

Die Behörden haben den Vater mittlerweile festgenommen und angezeigt.

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