Attacke auf Fenerbahce-Spieler Topal: Polizei verneint Mordversuch

Während Fenerbahce von einem „terroristischen Akt“ spricht, kann diesen die Polizei offenbar nicht erkennen. Sie wertet den Angriff auf den Wagen des Mittelfeldspielers Mehmet Topal als Unfall und nicht als vorsätzlichen Mordversuch.

Am Dienstag wurden die beiden Fenerbahce-Spieler Mehmet Topal (29) und Uygar Mert Zeybek (20) in ihrem Wagen beschossen. Dank kugelsicherer Scheiben blieben die beiden Erstligisten-Spieler unverletzt. Die Spieler kamen gerade vom morgendlichen Training und waren auf dem Weg nach Hause.

Das Auto wurde von einer verirrten Kugel getroffen, die aus großer Entfernung ohne Ziel abgefeuert“ wurde,  zitiert die türkische Zeitung Hürriyet den Polizeibericht.

In einer Mitteilung am Dienstag sprach der Verein hingegen von einem „terroristischen Akt“. Auf der Homepage wird dazu die durchlöcherte Windschutzscheibe gezeigt. Fenerbahce forderte die Behörden auf, die Schuldigen umgehend zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.

Erst vor vier Monaten kam es zu einem Attentat auf den Manschaftsbus des Vereins. Nach dem 5:1-Auswärtssieg gegen Caykur Rizespor war der Teambus auf dem Weg zum Flughafen Trabzon, als er mit einem Gewehr beschossen wurde. Die Mannschaft befand sich damals mit an Bord. Der Fahrer wurde bei dem Zwischenfall verletzt und musste operiert werden (mehr hier). Noch immer, so kritisiert der Verein jetzt, seien die Ereignisse des 4. Aprils nicht aufgeklärt.

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