Schwere Anschuldigung der Türkei: Die BBC fördert Terrorismus

Die Türkei beschuldigt die britische BBC, mit ihrer Berichterstattung über die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) den Terrorismus zu fördern. Zum Stein des Anstoßes war ein Beitrag geworden, in dem der international hoch anerkannte Sender über ein Trainingscamp der PKK für Frauen verschiedener Ethnien im Nordirak berichtet hatte. Dort werden Kämpferinnen für den Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgebildet.

Der BBC-Beitrag zeige «offene Unterstützung für den Terrorismus», heißt es in einer Stellungnahme des türkischen Außenministers. Die PKK, die in der Türkei als Terrororganisation bekämpft wird, werde als unschuldig dargestellt.

Die BBC beteuerte, sie verbreite Nachrichten aus aller Welt grundsätzlich neutral, so die dpa. Der betreffende Film sei einer von vielen, die zuletzt über die Türkei und damit verbundene Themen gezeigt wurden. Dazu zählten auch Berichte über Angriffe, die von PKK-Kämpfern geführt worden seien.

«Dieser Bericht gibt einen einmaligen Einblick darin, was diese Frauen bewegt, sich der PKK anzuschließen und den sogenannten Islamischen Staat zu bekämpfen, darunter auch einige, die dem IS entfliehen konnten», sagte ein BBC-Sprecher. Der Bericht mache auch deutlich, dass die PKK in der Türkei als Terrororganisation gesehen wird.

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