PKK-Kommandeur droht Türkei mit Angriffen in den Städten

Der PKK-Kommandeur Cemil Bayik hat der Türkei mit Angriffen in den Städten gedroht. Wenn die türkische Armee weiter gegen die Kurden vorgehe, «werden wir der Guerilla befehlen, in die Städte zu gehen», so der PKK-Kommandeur. Bayik gilt hinter Abdullah Öcalan, dem seit mehr als 15 Jahren inhaftierten Führer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), als Nummer Zwei der Organisation.

Eine einseitige Waffenruhe wie in der Vergangenheit werde es nicht mehr geben, sagte Bayik. (Screenshot YouTube)

Eine einseitige Waffenruhe wie in der Vergangenheit werde es nicht mehr geben, sagte Bayik. (Screenshot YouTube)

Die Türkei hatte den Friedensprozess mit den Kurden Ende Juli für beendet erklärt. Seither fliegt die Luftwaffe Angriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak und in der Türkei. Die PKK verübt ihrerseits fast täglich Anschläge und Angriffe auf Sicherheitskräfte.

Damit mache die PKK nur von ihrem «Recht auf Vergeltung» Gebrauch, sagte Bayik in einem Interview der «Welt am Sonntag». Die Luftangriffe hätten die PKK nicht geschwächt, man habe die «nötigen Vorkehrungen» getroffen. Allerdings räumte er ein, dass der Krieg die PKK beeinträchtige – und damit auch ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Eine einseitige Waffenruhe wie in der Vergangenheit werde es nicht mehr geben, sagte Bayik. Nur wenn auch die Türkei offiziell einen Waffenstillstand verkünde und eine unabhängige Kommission dessen Einhaltung überwache, werde die PKK künftig dazu bereit sein, so die dpa.

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