Russland verbannt westliche Waschmittel aus den Supermärkten

Als Antwort auf US-Sanktionen hat Russland nun Waschmittel westlicher Hersteller aus russischen Supermärkten verbannt, da diese nicht russischen Gesundheitsvorschriften entsprächen. So sind unter anderem die Produkte von Procter&Gamble und Colgate-Palmolive betroffen. Selbst Henkel soll auf der Schwarzen Liste stehen.

In Russland kommen Waschmittel aus dem Westen wohl erst mal nicht in den Einkaufswagen, zumindest, wenn es nach den russischen Behörden ginge. Die haben nämlich Zweifel an der Qualität der Produkte. (Flickr /  Malte Schmidt CC BY 2.0)

In Russland kommen Waschmittel aus dem Westen wohl erst mal nicht in den Einkaufswagen, zumindest, wenn es nach den russischen Behörden ginge. Die haben nämlich Zweifel an der Qualität der Produkte. (Flickr / Malte Schmidt CC BY 2.0)

Die russische Verbraucherschutzbehörde will nicht länger einige Waschmittelmarken ausländischer Hersteller in den Regalen der heimischen Supermärkte sehen. Mehrere Produkte der Konsumgüterriesen Henkel, Procter&Gamble, Colgate-Palmolive und Clorox entsprächen nicht russischen Gesundheitsvorschriften, begründete die Behörde am Dienstag ihre Entscheidung. Händler seien angewiesen worden, die entsprechenden Produkte aus ihrem Sortiment zu entfernen. Wie viele Produkte genau betroffen sind, blieb aber zunächst unklar.

Die Europäische Union (EU) und die USA haben Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Hintergrund ist die Ukraine-Politik der Regierung in Moskau. Russland reagiert mit Gegenmaßnahmen und hat unter anderem die Einfuhr bestimmter EU-Agrarprodukte verboten. Präsident Wladimir Putin hatte auch verfügt, dass illegal aus dem Westen eingeführte Lebensmittel vernichtet werden. Die EU hatte ihre Sanktionen im Juli für weitere sechs Monate verlängert.

Die russische Verbraucherschutzbehörde erklärte, sie teste auch Wasch- und Reinigungsmittel anderer Hersteller. Eine Sprecherin des deutschen Henkel-Konzerns sagte, man sei von der Behörde nicht angeschrieben worden. Alle Henkel-Produkte hätten russische Tests bestanden und verfügten über entsprechende staatliche Sicherheitszertifikate. Russland ist für die Düsseldorfer der weltweit viertgrößte Markt. Die anderen betroffenen Konzerne waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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