Kriegs-Gefahr: USA ziehen Zivilisten aus türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik ab

Die Lage um den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik spitzt sich zu. Die USA ermöglichen Hunderten Angehörigen ihrer Diplomaten und Militärangehörigen die kostenlose Abreise aus der Gegend rund um das offenbar von IS-Angriffen bedrohte Gebiet.

Die Lage im Süden der Türkei könnte sich gefährlich verschärfen. (Grafik: Incirlik)

Die Lage im Süden der Türkei könnte sich gefährlich verschärfen. (Grafik: Incirlik)

Die USA ermöglichen Hunderten Angehörigen ihrer Diplomaten und Militärangehörigen die kostenlose Abreise aus der Gegend rund um den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik. Grund seien die laufenden Angriffe des internationalen Bündnisses gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), sagte Pentagonsprecher Peter Cook am Donnerstag. «Dies ist ein aktiver Luftwaffenstützpunkt, von dem Operationen durchgeführt werden», sagte Cook, ohne sich über eine mögliche akute Bedrohung gegen Incirlik zu äußern. Die Basis liegt etwa 100 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt.

Betroffen seien rund 900 Familien, darunter auch Angehörige der Diplomaten des US-Konsulats in Adana. Wie viele das Angebot einer Abreise auf Kosten der Regierung annehmen würden, sei aber schwer abzuschätzen, sagte Cook. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Entscheidung sei den Familien freigestellt. Für Angehörige in anderen Gegenden gelte die Regelung nicht. Das US-Außenministerium warnte zeitgleich erneut vor Reisen in die Türkei.

Die Türkei hatte erst vergangene Woche erste Luftangriffen in Syrien als Teil der von den USA angeführten Militärallianz geflogen. Der IS hat im Irak und in Syrien große Gebiete erobert und dort ein Kalifat ausgerufen.

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