Konservativer Kurs: Starbucks wird in der Türkei keine alkoholischen Getränke anbieten

Die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach sie in der Türkei in Zukunft auch alkoholische Getränke anbieten werde. Derzeit wird ein solches Angebot in ausgewählten Läden in den USA getestet. In der Türkei habe das allerdings keine Priorität, so das Unternehmen.

Starbucks sieht offenbar kein Potential für Wein und Bier in der Türkei. (Foto: Flickr/Starbucks wine by dennis crowley CC BY 2.0)

Starbucks sieht offenbar kein Potential für Wein und Bier in der Türkei. (Foto: Flickr/Starbucks wine by dennis crowley CC BY 2.0)

Dementiert wurden die Alkoholgerüchte von Starbucks-Landesdirektor Tunç Tunaveli persönlich. Bereits im Jahr 2010 hat das Unternehmen erstmals in einer Filiale in Seattle Alkohol verkauft und das Angebot später auch in Chicago, Atlanta und Südkalifornien getestet. Bis 2019 will es in 20 bis 25 Prozent seiner US-Filialen Bier und Wein verkaufen.

In der Türkei können die Kunden allerdings nicht mit Bier und Wein rechnen.

Wir haben im Augenblick keinen Plan, alkoholische Getränke in der Türkei zu verkaufen. Für die Merkmale eines Marktes können schließlich unterschiedliche Strategien herangezogen werden (…), die alkoholische Getränke haben für uns in der Türkei keine Priorität“, zitiert ihn die türkische Zeitung Hürriyet.

Stillstand soll es Tunaveli zufolge aber trotzdem nicht geben. Derzeit betreibe das Unternehmen insgesamt 250 Starbucks-Filialen in 22 Provinzen.Geplant sei, das Angebot auf 23 Provinzen zu erweitern.

Mit der Erweiterung will sich Starbucks neue Kundenkreise erschließen. „Eine seismische Verschiebung im Konsumentenverhalten ist unterwegs und bietet gewaltige Chancen“, zitiert das Portal Der Aktionär Starbucks-Chef Howard Schultz. Dass das Unternehmen bislang den richtigen Riecher hatte, zeigte auch die jüngsten Entwicklungen. (…) der 5-Jahres-Chart von Starbucks ist eine Augenweide. Wer 2010 in die Kaffeehauskette investierte, kann sich heute über einen Zuwachs von knapp 300 Prozent freuen. Für Euro-Anleger kommen noch die Währungsgewinne hinzu“, so das Blatt.

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