Anschlag auf Polizei-Minibus in der Türkei: Mindestens 12 Menschen sterben

Die Türkei wurde am Dienstag erneut von einem Anschlag erschüttert. Die Attacke ereignete sich diesmal in der osttürkischen Provinz Iğdır. Ziel des Bombenanschlags war ein Minibus der Polizei. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben.

In der Türkei kam es am Dienstag erneut zu einem verheerenden Anschlag. (Screenshot YouTube)

In der Türkei kam es am Dienstag erneut zu einem verheerenden Anschlag. (Screenshot YouTube)

Wie türkische Medien berichten, soll der Anschlag mit einem selbst gebastelten Sprengkörper durchgeführt worden sein, der in der Nähe des Dorfes Hasanköy auf die Straße gelegt wurde. Der dadurch getroffene Minibus transportierte eine Gruppe von Polizisten in die Grenze von Dilucu, wo die Türkei an die autonome Republik Aserbaidschans Nachitschewan stößt.

Die türkische Zeitung Hürriyet macht die Terrororganisation PKK für den jüngsten Anschlag verantwortlich. Offiziell bekannt hat sie sich bislang aber nicht. Nach bisherigem Kenntnisstand sollen bei dem Anschlag zwölf Polizisten getötet worden sein. Zunächst war von zehn Toten die Rede. Entsprechende Ermittlungen seien bereits eingeleitet worden.

Erst am 27. August kam es auf dieser Route zu einem Zwischenfall. Damals wurde ebenfalls ein Polizeibus von der PKK beschossen. Darauf hin kam es zu Zusammenstößen mit den Spezialeinheiten. Ein Polizist wurde dabei verletzt.

Am Wochenende schlug die PKK mit voller Wucht zu. In der Provinz Hakkari wurden 16 Soldaten getötet, als sie in einen Hinterhalt gerieten. Es war der schwerste Anschlag, seit der mehr als zwei Jahre andauernde Waffenstillstand zwischen der Türkei und der PKK im Juli beendet wurde.

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