Protest gegen die PKK: Zehntausende gehen in der Türkei auf die Straße

Im Zuge der jüngsten Terrorattacken mit zahlreichen Toten haben nun Zehntausende Menschen in der Türkei demonstriert. In einigen Städten entlud sich dabei die Wut der Bevölkerung gegen pro-kurdische Gruppierungen. Es kam zu Gewaltausbrüchen.

Die wieder aufgeflammte Gewalt in der Türkei treibt die Menschen auf die Straßen. (Screenshot YouTube)

Die wieder aufgeflammte Gewalt in der Türkei treibt die Menschen auf die Straßen. (Screenshot YouTube)

Die jüngsten Proteste in der Türkei wurden durch die Attacke der Terrororganisation PKK am vergangenen Sonntag ausgelöst, bei der 16 Soldaten in Hakkari ums Leben kamen. Auch in den darauffolgenden Tagen riss der Terror nicht ab. Zuletzt starben am Dienstag 13 Polizisten. Am Abend gingen nun abermals Zehntausende auf die Straßen. Demonstrationen gab es fast im ganzen Land, auch in kurdischen Hochburgen wie Siirt und Batman im Südosten der Türkei.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, versammelten sich die Demonstranten auf zentralen Plätzen, schwangen türkische Flaggen und skandierten dazu nationalistische Parolen. Sie verurteilten die im Juli erneut ausgebrochene Gewalt nach gut zweieinhalbjährigem Waffenstillstand.

Allein im zentralanatolischen Çorum sollen es gut 3000 Demonstranten gewesen sein. Bei Zusammenstößen seien sieben Personen verletzt worden, darunter auch zwei Polizeibeamte. 

Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP berichtete am Abend via Twitter,dass ihre Parteizentrale in Ankara angegriffen und in Brand gesetzt worden sei.

Auch das Parteibüro in Amasya sei Ziel von Angriffen geworden. Im Zuge der Proteste seien hier 500 Demonstranten involviert gewesen, so die Nachrichtenagentur. Am Morgen hat die HDP mit den Wiederaufbauarbeiten begonnen:

In der anatolischen Stadt Kırşehir sollen sich ebenfalls rund 2000 Demonstranten versammelt haben. Nationalistische Demonstranten sollen hier die Flagge der HDP vor deren Büro eingeholt und stattdessen die türkische gehisst haben.

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