Soziale Medien: „Wir sind jene Kurden, die für die Türkei kämpfen“

In den Sozialen Medien macht sich unter türkischen Bürgern Protest gegen die derzeitige Polarisierung in der Türkei breit. Kurden warnen davor, in die Falle zu tappen, die von der PKK und ihren Unterstützern gelegt wurde, um die Türkei in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Nicht zu vergessen ist: In allen Bereichen der Türkei gibt es Kurden. Nur die wenigsten von ihnen unterstützen die PKK.

(Screenshot)

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In den Sozialen Medien macht derzeit ein Bild die Runde, welches unmissverständlich darauf hinweist, dass der Kampf gegen die PKK kein Kampf gegen die Kurden ist. Kurdischstämmige Menschen dienen im türkischen Militär und bei der Polizei. Unter den Opfern der PKK befinden sich zahlreiche Kurden.

Deshalb ist es unangebracht, Kurden unter Generalverdacht zu stellen. Eine ethnische Polarisierung mag jenen dienen, die die Türkei zu gerne in einen Bürgerkrieg stürzen wollen. Doch weder Türken noch Kurden können von dieser Polarisierung profitieren. Wenn es in der Türkei zu Übergriffen gegen Kurden kommen sollte, dürften die PKK und ihre Unterstützer im In- und Ausland ihr Ziel erreicht haben.

Allerdings ergeben sich auch für die Menschen in Deutschland Lektionen. Zunächst sollten es türkisch- und kurdischstämmige Menschen unterlassen, Stellvertreter-Konflikte in Deutschland auszutragen.

Nicht nur das Thema um die PKK birgt ein spaltendes Potenzial in sich. Auch der Islamismus oder Rechtsradikalismus können massive Spaltungen und Feindschaften in Deutschland auslösen.

Hier sei gesagt:

Wenn rechtsradikale Übergriffe dazu dienen, den Deutschen eine Kollektivschuld einzureden, so ist das falsch und ungerecht.

Wenn islamistische Übergriffe dazu dienen, den Muslimen in Deutschland eine Kollektivschuld einzureden, so ist auch dies falsch und ungerecht.

Jeder sollte sich bewusst machen, dass es mächtige Kreise unter den Eliten gibt, die derartige Spaltungen vornehmen wollen, um daraus politischen Profit zu ziehen. Die Drahtzieher sitzen immer und ausschließlich oben.

Sowohl in Deutschland als auch in der Türkei.

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