Türkisches Militär: Luftschläge töten rund 100 PKK-Anhänger

Im Zuge der umfassenden Militäroperation nach einem tödlichen Terroranschlag bei dem am 6. September 16 Soldaten getötet wurden, kamen auch rund 100 Anhänger der Terrororganisation PKK ums Leben. Das gaben die türkischen Streitkräfte am Mittwoch bekannt.

Die Terroristen seien durch die Luftangriffe massiv getroffen worden. (Screenshot YouTube)

Die Terroristen seien durch die Luftangriffe massiv getroffen worden. (Screenshot YouTube)

Die türkischen Luft- und Landstreitkräfte führten am vergangenen Dienstag eine koordinierte Operation durch, um die Attentäter von Dağlıca zu fassen. Zum Einsatz gekommen seien acht Gendarmerie-Einheiten und zwei Spezial-Einheiten mit insgesamt 150 Mann, die in den Nord-Irak eingedrungen wären.

Die Terroristen seien durch die Luftangriffe massiv getroffen worden. Ihre Lager in den Kandil-Bergen und im Nordirak wurden schwer bombardiert, so die türkische Zeitung Hürriyet. Im Zuge dessen seien rund 100 PKK-Anhänger getötet worden.

Die Gewalt führte in der Türkei zu massiven Protesten. Am Dienstagabend gingen abermals Zehntausende auf die Straßen. Demonstrationen gab es fast im ganzen Land, auch in kurdischen Hochburgen wie Siirt und Batman im Südosten der Türkei.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, versammelten sich die Demonstranten auf zentralen Plätzen, schwangen türkische Flaggen und skandierten dazu nationalistische Parolen. Sie verurteilten die im Juli erneut ausgebrochene Gewalt nach gut zweieinhalbjährigem Waffenstillstand.

Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP berichtete am Abend via Twitter,dass ihre Parteizentrale in Ankara angegriffen und in Brand gesetzt worden sei. Auch andernorts wurden die Büros der Partei angegriffen.
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