Buddha muss weg: Türkei verbietet «religiöse Symbole» in Yoga-Studios

Die Türkei will offenbar sogenannte religiöse Symbole wie Buddha-Figuren in Yoga-Studios verbieten. Dazu gehörten auch das Symbol für das meditative «Om» und andere Mantras, Bilder, Musik und Räuchermittel.

Die türkische Regierung hat den Rat von Yoga-Lehrern einfach ignoriert. (Foto: Flickr/ Yoga by distelfliege CC BY 2.0)

Die türkische Regierung hat den Rat von Yoga-Lehrern einfach ignoriert. (Foto: Flickr/ Yoga by distelfliege CC BY 2.0)

Das Verbot sei von dem staatlich geförderten Sportbund HİS ausgesprochen worden und werde vom Sportministerium umgesetzt, hieß es. Laut HİS gehört Religion nicht in den Sport.

Die Regierung habe zwar Yoga-Lehrer konsultiert, deren Rat aber ignoriert, zitierte die türkische Tageszeitung «Hürriyet» am Donnerstag den ehemaligen Vorsitzenden des türkischen Yoga-Trainerverbandes, Erol Benjamin Scott.

Der Vorsitzende der türkischen Yoga-Stiftung, Adnan Cabuk, sagte der Zeitung, Yoga sei keine Religion. Yoga-Studios auf der ganzen Welt seien ohne direkten religiösen Kontext mit derartigen Symbolen geschmückt, so die dpa.

Yoga als philosophische Lehre entstand vor mindestens 5000 Jahren im Gebiet des heutigen Indiens. Dabei geht es um innere Harmonie sowie Gleichklang mit der Natur.

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