Aus für Frederike Geerdink: Türkei verweist niederländische Journalistin des Landes

Die Türkei hat eine niederländische Journalistin des Landes verwiesen. Frederike Geerdink, die seit Jahren im kurdisch geprägten Südosten der Türkei lebt und arbeitet, war am Sonntag festgenommen worden. Sie hatte über die eskalierende Gewalt zwischen Regierungstruppen und Kämpfern der PKK berichtet.

Die niederländische Journalistin und 31 weitere Personen waren am vergangenen Sonntag im Südosten der Türkei festgenommen worden. Sie werde im Bezirk Yüksekova festgehalten, teilte die Journalistin Frederike Geerdink via Twitter mit. Sie sei mit einer Gruppe von Aktivisten unterwegs gewesen.

Geerdink und fünf weitere Inhaftierte seien am 8. September aus der Haft entlassen worden. 26 weitere konnten am Tag darauf gehen. Die Gruppe hatte am Wochenende in der Region Gürkavak, einem speziellen Sicherheitsbereich, gecampt. Der Vorwurf lautete auf Unterstüztung einer bewaffneten Terrororganisation. Die Niederländerin soll nach ihrer Freilassung direkt den Ausländerbehörden übergeben worden sein.

Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, wurde die Frau nun aber des Landes vewiesen.

Im Januar wurde sie schon einmal wegen des Vorwurfs der Terror-Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK festgenommen. Eine Anti-Terror-Einheit durchsuchte Geerdinks Haus durchsucht und verhörte sie. Im April wurde sie schließlich freigesprochen. Die Journalistin wies die Vorwürfe stets zurück und betonte, sie berichte unparteiisch. Bei einer Verurteilung hätten der Journalistin bis zu fünf Jahre Haft gedroht.

Geerdink ist nach eigenen Angaben die einzige ausländische Journalistin in Diyarbakir, wo sie die vergangenen drei Jahre verbracht hat. In der Türkei selbst arbeitet sie bereits seit dem Jahr 2006.

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