Neue Luftschläge: Türkisches Militär greift PKK im Nordirak an

Die türkische Luftwaffe hat erneut massive Angriffe auf Stellungen der Terrorganisation PKK im Nordirak geflogen. Nach ersten Erkenntnissen seien bei den Luftschlägen in der Nacht zum Freitag mindestens 60 Terroristen getötet worden. Unterdessen kam es am Freitag erneut zu einer tödlichen Attacke in der südosttürkischen Provinz Diyarbakır.

Die 21 türkischen Kampfjets sollen insgesamt 64 Ziele der PKK angegriffen und dabei 80 Bomben abgeworfen haben, so die türkische Zeitung Hürriyet. Insgesamt seien 21 F-16 und F-4 Kampfjets im Einsatz gewesen. Bei den Angriffen soll auch das bislang größte Munitionslager der PKK vernichtet worden sein, heißt es in den türkischen Medien.

Die PKK-nahe Nachrichtenagentur Firat bestätigte zwar, dass es in der Nacht zum 11. September zu Luftangriffen im Nordirak gekommen sei. Sie machte allerdings keine genauen Angaben zu Opfern.

Unterdessen kam es am Freitag erneut zu einer tödlichen Attacke in einem Suppen-Restaurant in der südosttürkischen Provinz Diyarbakır. Wie ebenfalls die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, soll das Restaurant in Yenişehir von PKK-Anhängern angegriffen worden sein. Die Schüsse hätten einen Gast getötet und fünf weitere verletzt, darunter auch Polizeibeamte. Die Täter sollen bereits identifiziert sein. Bei einer weiteren Attacke in Diyarbakır sei außerdem eine Patrouille der Polizei angegriffen worden. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden.

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