Türkei sucht IS-Kämpferinnen aus Deutschland

Die türkische Polizei fahndet nach Recherchen deutscher Medien nach 21 Verdächtigen, die möglicherweise Selbstmordattentate in der Türkei planen. Darunter seien auch zwei junge Frauen aus Deutschland, bei denen es sich um mutmaßliche Kämpferinnen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handele.

Die Polizei in Mönchengladbach habe bestätigt, dass es sich bei den Gesuchten um zwei Frauen aus der Stadt handele. Die beiden sind dem Bericht zufolge 2013 nach Syrien ausgereist, um sich der IS-Terrormiliz anzuschließen, berichten die «Süddeutsche Zeitung» (Samstag) sowie die Sender NDR und WDR.

Türkische Sicherheitsbehörden hätten vor zwei Wochen einen internen Fahndungsaufruf an alle Polizeipräsidien ihres Landes geschickt, heißt es in dem Bericht. Hintergrund sei das Bombenattentat auf das kurdische Kulturzentrum von Suruç im türkisch-syrischen Grenzgebiet, bei dem am 20. Juli 34 Menschen ums Leben kamen, 76 wurden verletzt, zum Teil schwer. Die Türkei hat sich der US-geführten Koalition gegen den IS angeschlossen und lässt ihre Luftwaffe Angriffe gegen Ziele der Islamisten in Syrien fliegen, so die dpa.

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