Türkei-Analyst: Europa wiegelt Kurden und Türken gegeneinander auf

Der Geheimdienst-Analyst Mahir Kaynak hatte bereits im Jahr 2010 vor massiven Spannungen in der Türkei gewarnt. Die Kurden seien lediglich ein Mittel zum Zweck. Die Europäer wollen den Aufwärtstrend der Türkei stoppen und bedienen sich dabei der Kurden, so Kaynak. Die HDP spielt hierbei eine besonders interessante Rolle.

Der türkische Analyst Mahir Kaynak ist vor wenigen Monaten verstorben. (Screenshot)

Der türkische Analyst Mahir Kaynak ist vor wenigen Monaten verstorben. (Screenshot)

Der mittlerweile verstorbene türkische Geheimdienst-Analyst Mahir Kaynak hat im Jahr 2010 in einem Interview mit der Zeitung AKŞAM das Kurden-Problem in der Türkei beleuchtet:

„AKŞAM: Worauf sind die in der Anzahl stetig wachsenden PKK-Angriffe zurückzuführen?

Mahir Kaynak: Lassen sie uns auf die Situation der Kurden in der Region schauen. Im Irak sind die Kurden komplett isoliert und in der gesamten Region befinden sie sich in einer sehr schwierigen Situation. Es ist unmöglich, dass ein Kurde mit gesundem Menschenverstand derartige Angriffe begrüßt. Doch was steckt hinter den Angriffen im Gebirge und in den Städten? Denn jeder Angriff ist ein weiterer Schritt in Richtung eines negativen Schicksals für die Kurden in der gesamten Region. Die Kurden sollen somit in eine Position katapultiert werden, in der sie der Türkei feindlich gegenüber stehen, statt ein fester Bestandteil der Türkei zu werden.

Die Begründung: Wir haben die Angewohnheit, die PKK für jeden Anschlag verantwortlich zu machen. Die PKK ist keine Organisation mehr, sondern eine regelrechte Marke. Jeder Operation gegen die Türkei drücken wir den PKK-Stempel auf. Die Wahrheit ist, dass derartige Operationen und Angriffe von Nachrichtendiensten vorbereitet werden. Ohne Zweifel können dabei die Kurden benutzt werden. Doch die ethnische Identität ist hier nicht entscheidend. Allgemein gültig ist, dass sie niemals auf die ethnische oder religiöse Identität [des angeblichen Terroristen] schauen dürfen. Entscheidend ist, wer von diesem Anschlag profitiert und welche Reaktion innerhalb der Bevölkerung ausgelöst wird. Wenn es zu einem Bürgerkrieg kommt, wird es zu einer internationalen Intervention kommen. Es ist auch eine Intervention wie im ehemaligen Jugoslawien denkbar. Das aktuelle Ziel ist die Schaffung eines Bürgerkriegs. Die Angriffe innerhalb der Türkei finden nicht nur im Südosten, sondern im gesamten Land statt. Das ist eine Vorbereitung.

AKŞAM: Könnte es auch in den Metropolen zu Terror-Attacken kommen?

Mahir Kaynak: Wenn ein ethnischer Bürgerkrieg provoziert werden soll, kann es überall zu Anschlägen kommen. Seit Beginn des Konflikts sage ich, dass ein ethnischer Bürgerkrieg nicht im Interesse der Kurden ist. Denn das bedeutet den regelrechten ,Selbstmord´ der Kurden. Sie werden in der Region benutzt. Deshalb ist es wichtiger, diejenigen ausfindig zu machen, die die Kurden benutzen.“

Kaynak sagte, dass der aktuelle Trend folgendes zeigt: Während die Türkei einen machtpolitischen und wirtschaftlichen Aufwärtstrend verzeichnet, geht es mit Europa bergab. Nach Abschluss dieser Entwicklung würde sich die Türkei zu einem Konkurrenten der Europäer entwickeln. Das sei nicht im europäischen Interesse und deshalb werden alle Karten ausgespielt, um diesen Prozess umzukehren und in diesem Zusammenhang den Friedensprozess zwischen der türkischen Regierung und der PKK zu sabotieren.

Es sei kein Zufall, dass ausgerechnet die HDP von der EU gestützt wird. Kaynak war der Ansicht, dass die HDP den europäisch gestützten Flügel der Kurden repräsentiert und den Interessen der Europäer dient.

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