Türkei-Wahlkampf: Erdoğan kommt erneut nach Deutschland

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Montag den Startschuss für den Wahlkampf gegeben. Er selbst wird sowohl in der Türkei als auch in Deutschland Kundgebungen abhalten. Problematisch ist: Damit verstößt er nach wie vor gegen das Neutralitäts-Gebot seines Amts.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan stemmt sich alleine gegen alle Widerstände. (Screenshot YouTube)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan stemmt sich alleine gegen alle Widerstände. (Screenshot YouTube)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan gibt den Startschuss für den Wahlkampf in der Türkei. Es stehen auch Besuche in Belgien und in Deutschland an, wo er sich mit seinen Fans treffen wird. Gemäß des in der türkischen Verfassung verankerten „Neutralitäts-Gebots“ ist es dem Präsidenten nicht gestattet, sich an Wahlkämpfen der Parteien zu beteiligen. Das hochrangige AKP-Mitglied Mehmet Özhaseki hat eine andere Sicht auf die Dinge.

Die Zeitung Milliyet zitiert Özhaseki: „Unser verehrter Staatspräsident gehört zu den wichtigsten Personen, die die Türkei im vergangenen hundert Jahren beeinflusst haben. Ohne Zweifel ist er das natürliche Oberhaupt der Republik. Er wurde mit 52 Prozent der Stimmen des Volks in sein Amt gewählt und ist der Dienstälteste. Ich kann nichts darüber sagen, was die kommenden Tage bringen werden. Aktuell beruht alles auf Spekulationen.“

Erdoğans Kölner Rede 2014

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.