Katastrophe vor der türkischen Küste: Mindestens 22 Flüchtlinge ertrinken

Vor der türkischen Küste hat sich erneut ein Flüchtlingsdrama abgespielt. Nachdem ein Boot gekentert war, ertranken 22 Flüchtlinge. Unter den Toten sollen auch vier Kinder sein. 211 Personen konnte die türkische Küstenwache retten.

Insgesamt sollen sich auf dem Flüchtlingsboot mehr als 230 Menschen befunden haben. Ziel der Fahrt war offenbar eine griechische Insel.

Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, seien die Flüchtlinge mit ihrem 20 Meter langen Boot, das eigentlich für Bootstouren verwendet werde, in Richtung Kos unterwegs gewesen und schließlich gegen sechs Uhr morgens in der Ägäis vor Datça gekentert.

Insgesamt seien fünf Boote der Küstenwache im Einsatz gewesen. 211 Personen konnten gerettet werden. Für 22 Flüchtlinge, darunter vier Kinder, sei jedoch jede Hilfe zu spät gekommen. Sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Die Flüchtlinge seien nun erst einmal nach Bodrum gebracht worden. Erst am Tag zuvor starben zwei syrische Flüchtlinge vor İzmir. Ebenfalls bei dem Versuch, eine griechische Insel zu erreichen. Ein Fischerboot entdeckte die Flüchtlinge gegen 10.55 Uhr und begann umgehend mit den Rettungsbemühungen. Die Küstenwache eilte ihnen schließlich zur Hilfe und schaffte es elf Menschen zu retten.

Mehr zum Thema:

Europa versagt: Nicht die Flüchtlinge, die Kriegs-Treiber müssen gestoppt werden!
Ziel Deutschland: Warum fliehen Flüchtlinge von der Türkei weiter nach Europa?
Putin: Gescheiterte US-Politik ist schuld an Europas Flüchtlings-Krise

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.