Irak: Unbekannte Seuche in IS-Gebiet ausgebrochen, Zivilbevölkerung infiziert

Nahe der von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten irakischen Stadt Ramadi grasiert offenbar ein bislang nicht identifizierter Virus. Schon jetzt sollen rund 300 Personen betroffen sein. Die Beschwerden umfassen hohes Fieber, Erbrechen und Sinnesverluste.

Bislang scheint nicht klar, mit welchem Virus man es zu tun hat. (Foto: Flickr/ T cell by NIAID CC BY 2.0)

Bislang scheint nicht klar, mit welchem Virus man es zu tun hat. (Foto: Flickr/ T cell by NIAID CC BY 2.0)

Im vom IS kontrollierten West-Irak ist ein unbekannter Virus ausgebrochen, der sich rasend schnell verbreitet. Der örtliche Vertreter, Malullah Al-Obeidi, sagt, dass die Anzahl der erkrankten Personen bereits auf 300 gestiegen sei. Es seien vor allem Frauen, Kinder und Senioren betroffen.

„Die Menschen haben starkes Fieber, Sinnesverluste und müssen durchgehend erbrechen. Da das Gebiet vom IS kontrolliert wird, erhält die dortige Zivilbevölkerung keine humanitären Hilfen. Die Regierung muss reagieren“, zitiert die türkische Zeitung Seninkentin Al-Obeidi.

Bislang scheint der Sabah zufolge eine Identifizierung noch nicht in Sicht. Es stehe deshalb zu befürchten, dass sich das Virus in der Region noch weiter ausbreite.

Ramadi fiel Mitte Mai dieses Jahres in die Hände der Terrormiliz. Seither verloren etwa 500 Zivilisten und irakische Soldaten ihr Leben. Nach Angaben der UN seien 114.000 Einwohner aus der Stadt und den umliegenden Dörfern geflohen. Hiesige Beamte hätten zudem von Massentötungen berichtet, welche der IS an irakischen Sicherheitskräften und Zivilisten verübte.

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