Flüchtlingskrise: Merkel berät sich mit Erdoğan

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund des andauernden Flüchtlingsandrangs mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan telefoniert. Es sei vereinbart worden, die Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise zu intensivieren, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin mit. Besondere Bedeutung habe dabei die Bekämpfung der Schleuserkriminalität.

Merkel würdigte laut Seibert «die enormen türkischen Leistungen zur Unterbringung und Versorgung der inzwischen knapp zwei Millionen syrischen Flüchtlinge» in dem Land. Beide Politiker seien sich einig gewesen, dass es zur Linderung der Krise einer solidarischen Kraftanstrengung der internationalen Gemeinschaft bedürfe.

Mit Blick auf die Lage in Syrien seien sich Merkel und Erdoğan einig gewesen, dass eine politische Lösung des Konflikts vordringlich sei und die Bemühungen hierzu intensiviert werden müssten. Auch hier sei eine engere Abstimmung vereinbart worden, so die dpa. Die Kanzlerin habe die Anschläge der Terrororganisation PKK verurteilt und Verhältnismäßigkeit im legitimen Vorgehen gegen terroristische Gruppierungen angemahnt.

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