Türkei-Wahl: Erdoğan redet von „Wiedergeburt“ der Nation

Der türkische Staats-Chef Recep Tayyip Erdoğan sagt, dass die Türkei in der Region ein Mitspracherecht fordert. Um diese Ambitionen des Landes zu stoppen, werde die „Terror-Keule“ eingesetzt. Die Türkei befinde sich in einem Kampf um Leben und Tod. Deshalb müsse die kommende Türkei-Wahl ein Tag der „Wiedergeburt“ sein, so Erdoğan.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat nicht nur in der Türkei, sondern auch im Nahen Osten, im Kaukasus und auf dem Balkan viele Fans. (Foto: Offizieller Internetauftritt der AKP).

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat nicht nur in der Türkei, sondern auch im Nahen Osten, im Kaukasus und auf dem Balkan viele Fans. (Foto: Offizieller Internetauftritt der AKP).

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Mittwoch eine Rede zur aktuellen Lage des Landes gehalten.

Die Nachrichtenagentur Anadolu zitiert Erdoğan:

„Während wir in allen Teilen des Landes Tote zu beklagen haben, reiben sich einige die Hände. Sie freuen sich. Doch wir dürfen diesen Leuten keinen Vorwand für ihre Freude liefern. Lasst uns den 1. November gemeinsam als den Tag der Wiedergeburt feiern. Der 1. November soll für unser Land eine Wende bringen (…) Unsere Region befindet sich in Aufruhr und in einer Phase der Transformation. Wir erleben Veränderungen, die nicht nur unser gegenwärtiges Leben, sondern das gesamte Jahrhundert prägen werden. Deshalb muss die Türkei in der Region die Initiative ergreifen, um den Verlauf der Dinge zu beeinflussen. Andernfalls werden wir  – wie in der Vergangenheit – bei der Neuordnung der Region nur Zuschauer sein. Ich möchte hiermit unterstreichen, dass wir uns in einem Kampf um Leben und Tod befinden. Unsere Daseinsberechtigung steht auf dem Spiel. Diese Daseinsberechtigung wird nicht dadurch bedroht, dass wir vielleicht ein Stück unseres Landes verlieren könnten, sondern durch den möglichen Verlust unserer Werte, die uns aneinander binden.

Eure Väter werden sich daran erinnern, wie viel an jungen Menschenleben in den 1970er Jahren wir in diesem Land für Nichts und wieder Nichts verloren haben. Während dieser Zeit gab es Leute, die den guten Willen der jungen Menschen auf allen Seiten für ihre persönlichen Zwecke missbraucht haben. Ab dem Jahr 1984 wollten sie dann unser Land mit dem Instrument einer Terror-Organisation in die Ecke drängen und unser Volk gegeneinander aufwiegeln. Dieses Spiel wird aktuell fortgeführt.

Die jungen Menschen in diesem Land, die in einen unnötigen Kampf verschiedenster Ansichten getrieben wurden, endeten in den Gefängnissen. Sie wurden schlussendlich gefoltert oder erhielten Todesstrafen. Ja, all diese jungen Menschen waren ausnahmslos ein Teil von uns. Während die Waffenhändler und dunklen Organisationen ihre Pläne umsetzten, mussten die jungen Menschen Anatoliens sterben. Dieses Szenario wird auch heute umgesetzt.

Es wird versucht, unser Volk entlang ethnischer und religiöser Richtlinie gegeneinander aufzuwiegeln. Mit der Terror-Keule soll unser Land zur Räson gebracht werden (…)

Ich grüße die Palästinenser, die sich der Besatzung und der Unterdrückung widersetzen, ich grüße die gepeinigten Jugendlichen von Syrien, ich grüße die heldenhaften Jugendlichen von Ägypten, die in den Gefängnissen leiden müssen und ich grüße die benachteiligten und zugleich stolzen Jugendlichen von Afrika, die sich auf den Weg der Hoffnung aufgemacht haben.“

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.