Berlin-Neukölln: Unbekannte erschießen 31-jährigen Briten

Am Wochenende haben Unbekannte in Neukölln einen 31-Jährigen Briten erschossen. An den Tatort grenzt auf einer Seite ein Industrieareal, in dem am Sonntagmorgen aber kein Betrieb herrschte, meldet die Berliner Morgenpost.

Das umstrittenste Stadtviertel Deutschlands. Berlin-Neukölln (Foto: Flickr/illustir).

Das umstrittenste Stadtviertel Deutschlands. Berlin-Neukölln (Foto: Flickr/illustir).

Die Berliner Morgenpost berichtet:

„Eine tödliche Schussverletzung hat ein 31-jähriger Mann am Sonntagmorgen in Berlin-Neukölln erlitten. Die Hintergründe des blutigen Verbrechens waren zunächst völlig unklar. Bei dem Opfer handelt es sich um einen britischen Staatsbürger, der seit einiger Zeit in Berlin lebte und hier auch gemeldet war.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte ein Passant gegen 6 Uhr früh einen blutüberströmten Mann entdeckt, der auf dem Gehweg der Ringbahnstraße Ecke Walterstraße lag. Der Zeuge alarmierte sofort Polizei und Rettungsdienst. Der Verletzte sollte wenig später in ein Krankenhaus gebracht werden, auf der Fahrt dorthin erlag er jedoch seiner Schusswunde.

Zeugen wollen einen Verdächtigen gesehen haben, der angeblich mit einer Waffe in einem angrenzenden Haus verschwunden war. Aufgrund dieser Hinweise riegelte die Polizei daraufhin den Bereich ab. Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) rückten an, stürmten in das Gebäude und durchsuchten es. Ein Tatverdächtiger für das Verbrechen sei dort aber zunächst nicht entdeckt worden, teilte die Polizei weiter mit. Das SEK rückte wieder ab.

Offenbar sind die Beamten der zuständigen 5. Mordkommission aber auf Hinweise gestoßen und haben angeblich eine Wohnung in dem Mehrfamilienhaus gründlich durchsucht. Dabei könnte es sich um die Wohnung eines Tatverdächtigen handeln.

Aus dem Haus wurden am Sonntagnachmittag zahlreiche beschlagnahmte Gegenstände in Tüten und Decken verpackt weggebracht. Eine Festnahme gab es hingegen bis zum Abend nicht.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, ist das Opfer an der Stelle an der Ringbahnstraße niedergeschossen worden, an der es später auch aufgefunden wurde. Wie viel Zeit zwischen dem Schuss und der Entdeckung des Briten vergangen ist, war zunächst unklar. Nähere Angaben über den Getöteten sowie seinen genauen Wohnort in Berlin machte die Polizei nicht. Eine Obduktion soll näheren Aufschluss darüber bringen, mit welcher Art Waffe der 31-Jährige niedergeschossen wurde.

Ein Anwohner sagte der Berliner Morgenpost, er habe in den frühen Morgenstunden einen Schuss gehört. Allerdings würden in der Gegend häufig Böller gezündet, sodass er dem Knall keine weitere Beachtung geschenkt habe. An den Tatort grenzt auf einer Seite ein Industrieareal, in dem am Sonntagmorgen aber kein Betrieb herrschte.“

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