Kampf gegen den Terror: Türkei will 5000 neue Dorfschützer rekrutieren

Die türkische Regierung sucht für ihren Kampf gegen den Terror nun offenbar weitere Unterstützung. Gezielt will sie daher neue Dorfschützer anwerben. Eingesetzt werden sollen sie vor allem an den Brennpunkten im Osten und Südosten des Landes.

Der türkische Innenminister Selami Altınok kündigte am vergangenen Samstag an, dass Ankara im Zuge der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen der Staatsgewalt und der Terrororganisation PKK 5000 neue Dorschützer rekrutieren will.

Altınok zufolge sollen diese auf Anweisung des Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu in 22 Provinzen in den östlichen und südöstlichen Regionen des Landes eingesetzt werden, wo es bereits seit Ende Juli wieder verstärkt zu Kämpfen komme. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Die Türkei soll derzeit rund 46.000 Dorfschützer beschäftigen. Grundlage dafür ist ein System (Türkisch: koruculuk sistemi), das in den 1980er Jahren etabliert wurde. Grundlage dafür war das Gesetz 442 vom 17. Februar 1924. Anfangs wurde das Dorfschützersystem in 22 Provinzen eingerichtet. 1993 wurde die Zahl dann auf 35 Provinzen ausgeweitet. Bislang sollen rund 1.400 Dorfschützer bei bewaffneten Auseinandersetzungen gestorben sein.

Im Rahmen eines Veteranen-Essens in der zentralanatolischen Provinz Aksaray stellte der Inneminister außerdem noch einmal die strikte Haltung Ankaras heraus. Der Kampf gegen den Terrorismus werde in einer bestimmten Art und Weise aufrechterhalten werden, bis die Terrororganisation PKK ihre Waffen niederlege.

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