Land unter in Bodrum: So sieht es in der Urlaubsregion aus

Im beliebten türkischen Urlaubsort Bodrum herrscht Ausnahmezustand. Kurz vor dem höchsten islamischen Fest, dem Eid al-Adha, haben die Stadt heftige Regenfälle heimgesucht. In den sozialen Netzwerken wird deutlich, wie groß das Ausmaß des Unwetters tatsächlich ist.

Den türkischen Medien zufolge gab es bei dem Unwetter acht Verletzte. Dutzende Autos wurden von den Wassermassen mitgerissen. Binnen kürzester Zeit gingen am Dienstagabend heftige Regenfälle nieder. Straßen wurden unassierbar. Es herrschte Chaos. Warum die Wassermassen nicht abfließen konnten, darüber spekulieren die Einwohner. Verantwortlich gemacht werden etwa Hoteliers, die ohne Baugenehmigungen gearbeitet und so Wasserwege blockiert hätten.

Laut wetter24.de sei so viel Regen in so kurzer Zeit in der westtürkischen Küstenstadt noch nie gemessen worden. Das Portal schreibt:

„Gestern wurden in Bodrum innerhalb von 12 Stunden 161 Liter pro Quadratmeter Regen registriert, über mehr als 10 Stunden begleitet von Blitz und Donner – ein neuer Niederschlagsrekord für den Touristenort an der ägäischen Küste, mit teils dramatischen Folgen. (…) Und auch am Mittwochmorgen kam es noch zu weiteren, teils gewittrigen Regengüssen.“

Auf Twitter und Youtube zeigt sich am Tag nach dem Unwetter, wie groß die Schäden tatsächlich sind. Welche finanziellen Belastungen damit einhergehen, scheint unterdessen noch nicht klar. Kachelmannwetter.de informiert hierzu:

„In Bodrum wurden beeindruckende Videos der Überschwemmungen aufgenommen. Es handelt sich hier um sogenannte Sturzfluten. Sie entstehen besonders in hügeligem Gelände, wenn sehr viel Regen in kurzer Zeit fällt. Abschüssige Straßen verwandeln sich dann in minutenschnelle in Flüsse und die Wassermassen reißen alles auf ihrem Weg mit. Dabei ist zu beachten, dass selbst bei vergleichsweise geringer Wasserhöhe, aber hoher Strömungsgeschwindigkeit, das Wasser eine enorme Kraft besitzt. Selbst Autos oder Lastwagen können mitgerissen werden. Für Menschen besteht Lebensgefahr.“

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