„Hoffnungsschimmer“ für Muslime: Arabischer Moderator nimmt Erdoğan in Schutz

In einem Fernseh-Streitgespräch macht ein Analyst aus Saudi-Arabien herablassende Aussagen über Erdoğan. Der Moderator kontert und wirft dem Analysten Kollaboration mit dem Westen vor. Erdoğan verdiene keine Beldigungen, sondern sei ein „Hoffnungsschimmer“ für alle Muslime, so der Ägypter.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat seine Popularität noch nicht eingebüßt. (Screenshot)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat seine Popularität noch nicht eingebüßt. (Screenshot)

Die Popularität des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ist bei vielen arabischen Staatsmännern gering, doch bei der arabischen Bevölkerung in der Region hat er offenbar eine hohe Popularität. Er ist zumindest eines der wichtigsten Gesprächsthemen auf arabischen Kanälen.

Ende 2014 ist es auf einem ägyptischen Fernsehsender zu einem Streit zwischen einem hochrangigen Analysten aus Saudi-Arabien und dem ägyptischen Fernsehmoderator gekommen.

Der Analyst sagte: „Erdoğan ist ein Freimaurer, dessen ethnische Herkunft noch nicht sicher belegt ist“

Der Fernsehmoderator: „Ich kann derartige Wort gegen eines der wertvollsten Führer unserer Umma unter keinen Umständen dulden. Präsident Erdoğan ist Muslim und Türke. Er ist auch in deinem Sinne einer der beliebtesten Politiker in der Region. Du kommst hier an und beschimpfst die ehrenvollsten Führer der Umma. Du kannst ihn so viel kritisieren wie du willst, aber beleidigen darfst du ihn nicht. Bleib du in Saudi-Arabien und mache die dort eine schöne ruhige Zeit. Du sitzt dort in Saudi-Arabien und erhebst deine Stimme gegen den ehrenvollsten Führer der Umma. In Wirklichkeit ist es so, dass ihr diesen Mann beneidet. Ihr habt große Probleme mit der Türkei und Katar. Ihr beneidet diejenigen, die mit euch dieselbe Religion teilen, aber dieser Neid richtet sich komischerweise nicht gegen den Westen. Den Westen unterstützt ihr, ihr kollaboriert mit dem Westen. Euer Haupt hat sich niemals gegen den Westen erhoben. Doch gegen jemanden, der einen klitzekleinen Hoffnungsschimmer für die Muslime darstellt, zieht ihr vom Leder. Gegen die Türkei und Katar führt ihr eine dunkle Propaganda, die durchsetzt ist von Lügen und Vorwürfen. Fehlt nur noch, dass ihr diese Staaten militärisch angreift. Ihr biedert euch dem Westen an und seid unterwürfig.“

 

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