Drama in Mekka: Vier türkische Staatsbürger getötet

Bei der Massenpanik nahe Mekka sollen am Donnerstag auch vier türkische Staatsbürger getötet worden sein. Dem Hadsch-Verwaltungszentrum in Mekka zufolge würden fünf weitere noch immer vermisst. Mindestens 753 Pilger kamen ums Leben und mindestens 805 weitere wurden verletzt.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. September erklärte der Leiter des türkischen Amts für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet), Mehmet Görmez, dass es derzeit keine neuen Nachrichten über die 13 türkischen Pilger gebe.

Obschon türkischen Gruppen der Zutritt in den besagten Bereich verboten sei, gehe man im Augenblick davon aus, insgesamt 18 türkischen Pilger in der Nähe gewesen seien. Mittlerweile sei bekannt, dass vier von ihnen getötet wurden und  fünf weitere noch fehlen würden, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Im Zuge der Katastrophe, für die der saudische Gesundheitsminister Khaled al-Falih die Pilger selbst verantwortlich machte (mehr hier), sollen insgesamt mehr als 220 Krankenwagen und 4.000 Rettungskräfte im Einsatz gewesen sein.

Am 24. September ist auch das höchste islamische Fest, Eid al-Adha. Es ist traditionell der gefährlichste Tag der Hadsch, da eine große Zahl von Pilgern versucht, Rituale zur gleichen Zeit an einem Ort durchzuführen. Die zahlreichen Umbauarbeiten der vergangenen Jahre konnten nun aber offenbar nichts ausrichten.

Katastrophen, wie die jüngste, sind für die im Königreich herrschende Al Saud-Dynastie, die sich international als der Hüter des orthodoxen Islam und Hüter der heiligsten Stätten in Mekka und Medina präsentiert, politisch äußerst sensibel. König Salman ist, wie auch seine Vorgänger, offiziell ernannter „Hüter der beiden Heiligen Moscheen“.

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