PKK ruft Kurden zum Schul-Boykott auf

Der PKK-Fuktionär Mustafa Karasu ruft die Kurden in der Türkei zum Boykott der Schulpflicht auf. Jeder Kurde, der sich weigere diesem Aufruf zu folgen, werde Zweifel an seinem „Kurdentum“ erwecken, so Karasu in einem Artikel.

PKK-Kommandant Mustafa Karasu nutzte zuvor die Gunst der Stunde und fordert eine kollektive Bewaffnung der Kurden. (Screenshot)

PKK-Kommandant Mustafa Karasu nutzte zuvor die Gunst der Stunde und fordert eine kollektive Bewaffnung der Kurden. (Screenshot)

Der hochrangige Funktionär des bewaffneten Arms der PKK, Mustafa Karasu, hat in einem Artikel in der Zeitung Özgür Gündem alle Kurden in der Türkei dazu aufgerufen, die Schulpflicht ihrer Kinder zu boykottieren. Karasu verfasst die Artikel bei Özgür Gündem unter dem Synonym „Hüseyin Ali“. „Diejenigen, die sich diesem Boykott nicht anschließen wollen, werden große Zweifel an ihrem Kurdentum erwecken“, so Karasu.

Im türkischen Parlament sitzen für die AKP 75 kurdisch-türkische Parlamentarier, berichtet Yüksekovahaber.com. Die kurdisch-nationalistische HDP verfügt über 80 – mehrheitlich kurdische Parlamentarier. Hinzu kommen eine unbekannte Anzahl an kurdischstämmigen Parlamentariern bei der CHP und bemerkenswertwerweise auch bei der MHP.

Der ehemalige Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan, der ehemalige EU-Minister Egemen Bağış, der aktuelle Finanzminister Mehmet Şimşek, der aktuelle Landwirtschaftsminister Kutbettin Arz, der aktuelle Geheimdienst-Chef Hakan Fidan und viele andere hochrangige Personen sind alle kurdischstämmig und sie alle genießen nach wie vor ein großes Ansehen bei den Wählern der AKP.

Es ist dem türkischen Schulsystem zu verdanken, dass so viele kurdischstämmige Menschen hochrangige Position im Staat bekleiden.

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