PKK verübt Anschlag auf kurdische Familie in Türkei

Die PKK hat im Südosten der Türkei erneut das Haus einer kurdischen Familie angegriffen. Die Familie zählt zum islamisch-konservativen Spektrum und hatte der PKK ihre Unterstützung verweigert. Kurz vor der Türkei-Wahl verstärkt die PKK ihren Druck auf die kurdischen Bürger.

Die PKK verstärkt ihre Aktionen gegen kurdische Familien, die die Organisation nicht unterstützen wollen. (Screenshot)

Die PKK verstärkt ihre Aktionen gegen kurdische Familien, die die Organisation nicht unterstützen wollen. (Screenshot)

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben bewaffnete PKK-Mitglieder in der südosttürkischen Stadt Diyarbakır das Haus einer kurdischen Familie angegriffen. Die Familie gehört zum islamisch-konservativen Spektrum unter den Kurden. Tote oder Verletzte gab es nicht. Der Sprecher der türkisch-kurdischen Partei Hüdapar, Vedat Turgut, sagt, dass die Bürger im Südosten der Türkei es satt haben, ständigen Angriffen seitens der PKK ausgesetzt zu sein. sondakika.com zitiert Turgut: „Diese Leute versuchen alles zu sabotieren, was im Interesse der Bürger ist. Den größten Schaden haben diese Leute dem kurdischen Volk zugefügt. Im vergangenen Jahr haben sie 52 Bürger getötet. Wir haben bisher nicht zu den Waffen gegriffen. Doch auch unsere Geduld nähert sich dem Ende. Wir glauben, dass die beste Antwort bei der anstehenden Türkei-Wahl gegeben werden muss.“

Am Wochenende nahm die HDP-Abgeordnete Pervin Buldan an einem Begräbnis eines getöteten PKK-Kämpfers teil. Sie erklärte, dass der PKK-Kämpfer ein Märtyrer sei. Die HDP gilt als politischer Arm der PKK. Derzeit befinden sich 80 HDP-Abgeordnete im türkischen Parlament. Die HDP will am 1. November erneut den Einzug ins Parlament schaffen.

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