Ab 2016: Käse darf in der Türkei nur noch verpackt verkauft werden

Ab dem 1. Januar 2016 müssen sich türkische Gourmets umstellen. Käse soll von da an nur noch in verpackter Form über die Ladentheke wandern. Die Türkei will damit die Hygiene und Qualität der Produkte verbessern.

In türkischen Käsetheken finden sich ab 2016 keine offenen Produkte mehr. (Foto: Flickr/Blocks of Cheese by Christopher CC BY 2.0)

In türkischen Käsetheken finden sich ab 2016 keine offenen Produkte mehr. (Foto: Flickr/Blocks of Cheese by Christopher CC BY 2.0)

Der Verkauf von unverpackten Käse wird in der Türkei ab dem 1. Januar 2016 beendet. Das geht aus einer neuen Verordnung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Tierzucht hervor. Die neue Regelung, die auf der Grundlage von Erkenntnissen aus der Branche, Universitäten und nichtstaatliche Organisationen in Übereinstimmung mit der türkischen Lebensmittelkodex erstellt wurde, werde zu dramatischen Veränderungen beim Verkauf von Käse führen. Das geht aus einer schriftlichen Erklärung der türkischen Verpackungsindustrie eV (ASD) vom 28. September hervor.

Der neuen Regelung zufolge dürfe Käse ab dem kommenden Jahr nur noch verpackt und in hygienischer auf dem Markt verkauft werden, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Die Verpackung müsste außerdem mit den Regularien des türkischen Lebensmittelkodex, verwandten Lebensmittelvorschriften und der türkischen Lebensmittelhygieneverordnung übereinstimmen. Alle Lebensmittel, vor allem Milchprodukte, müssten demnach aus gesundheitlichen und hygischen Gründen verpackt verkauft werden.

Gemäß dem türkischen Lebensmittelkodex müssten auf den geforderten Verpackungen von Milchprodukten und Käse das Herstellungsdatum, der Ort und das Ablaufdatum des Produkts angezeigt werden.

Richtige Verpackung verlängert die Haltbarkeit von Lebensmitteln und maximiert die Gesundheits- und Hygienestandards. Wir betrachten die neuen Maßnahme als einen historischen Schritt für die Aufrechterhaltung der Lebensmittelsicherheit, Hygiene und den Kampf gegen die Schattenwirtschaft. Und wir hoffen, dass solche Schritte künftig auch auf Hülsenfrüchte sowie frisches Obst und Gemüse angewendet werden“, sagte ASD-Präsident Sadettin Korkut.

Mit der neuen Verordnung werde auch sichergestellt, dass weißer Käse einen geringeren Salzgehalt aufweise. Gleichzeitig solle die Verwendung von verbotenen aromatischen Produkten in Käse verhindert werden, so das Blatt weiter.

Nach den Daten des Nationalen Milch Rats lag der Verzehr von Käse pro Kopf in der Türkei im Jahr 2013 bei 16,5 Kilogramm. Damit liegen die Türken deutlich über dem Weltdurchschnitt. Nur die Europäer kommen mit17,01 Kilogramm auf mehr.

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