Wien-Wahl: Türken könnten Königsmacher für FPÖ werden

Die Türken-Partei „Gemeinsam für Wien“ könnte der FPÖ bei der anstehenden Wien-Wahl ungewollt zum Erfolg verhelfen. Sollten genug Wähler von der SPÖ und ÖVP zur Türken-Partei wandern, könnte dies der FPÖ einen Vorsprung verschaffen.

Heinz-Christian Strache auf einem Werbeplakat der FPÖ. (Foto: FPÖ)

Heinz-Christian Strache auf einem Werbeplakat der FPÖ. (Foto: FPÖ)

Bei der anstehenden Wien-Wahl am 11. Oktober könnte die Partei „Gemeinsam für Wien“ (GfW) die auch Türken-Liste genannt wird – zum Königsmacher für FPÖ-Chef Hans-Christian Strache werden. Die GfW Partei gemeinsam mit der „RumänInnen Partei“ und der Robin-Hood-Liste“ an. Doch auch der ehemalige ÖVP-Bezirksrat, Stephan Unger, tritt für die GfW an. Einziger Nachteil für de GfW: Sie erhält in Wien keine Plakatflächen, weil die Zulassung zur Wahl verspätet erfolgte.

Neuesten Umfragen zufolge hat die FPÖ bereits zur SPÖ aufgeschlossen und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die österreichischen Türken haben bisher traditionell eher SPÖ gewählt. Wandern diese Wähler nun zu der neuen Partei ab, könnten sie der FPÖ den entscheidenden Vorsprung verschaffen.

Der GfW-Chef Turgay Taskiran schließt bei einem überraschenden Erfolg seiner Partei eine Koalition mit der FPÖ nicht völlig aus. Doch er verlangt einen Kurswechsel der Rechtspopulisten. Im Interview mit Vienna Online sagt er: „Ich bin der Meinung, man sollte für alles offen sein, für jeden, man sollte niemanden ausschließen. Wenn ich mir jetzt die Plakate der FPÖ anschaue, die so fremdenfeindlich sind – auf dieser Basis kann man nicht zusammenarbeiten. Wenn die FPÖ bereit ist, sich zu ändern und ihre Position aufzugeben, kann man sich zusammensetzen und drüber reden, was man machen kann. Aber nicht auf diese Art.“

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